Eli Lilly Aktie: Inspirierendes Geschäftsmodell!
Eli Lilly setzt seine Erfolgsstory in der Immunologie fort und öffnet zugleich die nächste Tür: KI-gestützte Wirkstoffforschung. Neue Studiendaten zur Kombination von Taltz und Zepbound sowie frische Technologiepartnerschaften zeichnen ein klares Bild der Strategie. Im Kern geht es darum, das Wachstum rund um Tirzepatid nicht nur zu verteidigen, sondern langfristig abzusichern.
Starke Studiendaten als Kurstreiber
Auslöser der positiven Stimmung sind heute die Topline-Ergebnisse der Phase‑3b‑Studie TOGETHER‑PsA. Untersucht wurde eine Kombination aus dem Immunologiepräparat Taltz (Ixekizumab) und dem Blockbuster‑Wirkstoff Zepbound (Tirzepatid) bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis und Adipositas.
Die Kombinationstherapie war Taltz als Monotherapie klar überlegen. Nach 36 Wochen erreichten 31,7 % der Patienten mit Kombination gleichzeitig zwei Ziele: eine 50‑prozentige Verbesserung der Krankheitsaktivität (ACR50) und mindestens 10 % Gewichtsverlust. In der Kontrollgruppe mit Taltz allein gelang dies nur 0,8 % der Patienten. Auch isoliert betrachtet schnitt die Kombination besser ab: Beim ACR50‑Endpunkt lag die Responserate bei 33,5 % gegenüber 20,4 % unter Taltz allein – ein relativer Anstieg von 64 %.
Damit untermauert Lilly den Ansatz, Tirzepatid nicht nur als Abnehmmedikament zu positionieren, sondern als Baustein zur Behandlung komplexer Begleiterkrankungen, bei denen Entzündung und Übergewicht ineinandergreifen.
KI-Partnerschaften und Zukauf in der Pipeline
Parallel zu den Studiendaten meldet das Unternehmen zwei Technologiekooperationen, die die biologische Wirkstoffforschung beschleunigen sollen.
- Revvity-Kooperation: Lilly integriert seine interne KI-Plattform „Lilly TuneLab“ in die Signals‑Softwareumgebung von Revvity. Ziel ist es, prädiktive KI‑Modelle breiter nutzbar zu machen und den Entdeckungsprozess für neue Wirkstoffe effizienter zu gestalten.
- Chai Discovery: In einer weiteren Zusammenarbeit will Lilly die KI‑Suite von Chai Discovery für das Design von Biologika einsetzen.
Diese Schritte fügen sich in die Strategie der Woche ein: Bereits am Mittwoch hat Lilly eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Ventyx Biosciences für rund 1,2 Milliarden US‑Dollar bekannt gegeben. Im Fokus stehen orale NLRP3‑Inhibitoren, die das Immunologie-Portfolio perspektivisch erweitern sollen. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Strategischer Kontext: Therapeutischer Schutzwall
In der Summe zielt Lilly darauf ab, einen therapeutischen Schutzwall rund um seine Kernprodukte aufzubauen. Die TOGETHER‑PsA‑Daten zeigen, wie sich ein etabliertes Immunologika mit einem GLP‑1‑Wirkstoff kombinieren lässt, um systemische Entzündung und Adipositas gleichzeitig anzugehen.
Das ist vor allem mit Blick auf den Wettbewerb mit Novo Nordisk relevant. Während Novo zuletzt mit Fortschritten bei oralen GLP‑1‑Optionen punktet, legt Lilly nun mit einem differenzierten klinischen Angebot nach: einer Kombinationstherapie, die gezielt eine entzündliche Autoimmunerkrankung adressiert und parallel das Körpergewicht senkt.
Auf der Finanzseite bleibt der Wachstumsmotor klar definiert: Die Umsätze von Mounjaro und Zepbound gelten weiterhin als zentrales Antriebsrad. Die nun gemeldeten KI‑Partnerschaften signalisieren zudem, dass Lilly bereit ist, über Technologie- und Pipeline-Erweiterungen den Vorsprung in der Wirkstoffentwicklung langfristig zu sichern.
Kursseitig spiegelt sich das in einer starken Bewegung der vergangenen Monate wider: Die Aktie liegt rund 41 % über dem Stand vor einem Jahr und notiert aktuell bei 1.085,19 US‑Dollar nur knapp unter ihrem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch.
Ausblick: Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Der Blick richtet sich nun auf den nächsten klaren Termin: den Quartalsbericht Anfang Februar 2026. Im Fokus stehen dann aktualisierte Prognosen zur Integration der Ventyx-Pipeline sowie Hinweise auf Zeitpläne für mögliche Zulassungsprogramme, die aus den TOGETHER‑PsA‑Ergebnissen abgeleitet werden könnten. Entscheidend wird, ob Lilly die heute skizzierte Kombination aus klinischer Stärke und Technologieausbau auch in harte Umsatz- und Margenziele übersetzen kann.
Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 09. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








