DroneShield Aktie: Konsolidierung
Nach einer Kursrally von über 90 % in den vergangenen vier Wochen legt die DroneShield-Aktie eine Atempause ein. Um die Marke von 3,90 AUD prallen derzeit kurzfristige Gewinnmitnahmen, technische Widerstände und hohe Erwartungen an neue Aufträge aufeinander. Im Fokus stehen dabei vor allem die jüngsten europäischen Verträge und der starke Rückenwind für den Verteidigungssektor.
Starker Jahresauftakt, volatile Spuren
Die Aktie schloss heute bei 3,90 AUD, ein Plus von 1,3 % nach einem Rückgang von 4,2 % in der vorangegangenen Sitzung. Das Handelsvolumen lag mit rund 18,8 Millionen Stücken leicht unter dem Durchschnitt von 24 Millionen.
Seit Jahresbeginn kommt der Titel auf ein Plus von rund 26 % und lässt damit den S&P/ASX 200 klar hinter sich. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt die Rendite beeindruckende 363 %, womit DroneShield zu den stärksten Werten im australischen Verteidigungssegment zählt.
Wichtige Kennzahlen im Überblick
- aktueller Kurs: 3,90 AUD
- Tagesspanne: 3,84 – 4,00 AUD
- 52-Wochen-Spanne: 0,585 – 6,705 AUD
- Marktkapitalisierung: 3,55 Mrd. AUD
- 1-Monats-Performance: +93,27 %
- 3-Monats-Performance: -28,72 %
- 12-Monats-Performance: +363 %
Die starken Schwankungen spiegeln eine Kombination aus dynamischem Wachstum, hoher Erwartungshaltung und der ungleichmäßigen Verteilung größerer Verteidigungsaufträge wider.
Europäische Aufträge stützen Stimmung
Getrieben wurde die jüngste Aufwärtsbewegung vor allem durch neue Bestellungen aus Europa und zusätzliche EU-Mittel für gemeinsame Verteidigungsbeschaffungen.
Ende Dezember 2025 meldete DroneShield einen Auftrag über 8,2 Mio. US-Dollar für tragbare Anti-Drohnen-Systeme an einen westlichen Militärkunden. Der Vertrag verlängert eine seit sieben Jahren bestehende Zusammenarbeit mit einem regionalen Vertriebspartner und umfasst mobile Gegen-UAS-Ausrüstung, Zubehör, Ersatzteilkits sowie laufende Software-Updates.
Bereits am 24. Dezember 2025 hatte das Unternehmen einen weiteren Einzelauftrag über 6,2 Mio. US-Dollar bekanntgegeben. Dieser deckt Lösungspakete ab, die mit der eigenen Kommando-und-Kontrollplattform DroneSentry-C2 interoperabel sind. Zusammen untermauern die Deals die Rolle von DroneShield in europäischen Beschaffungsprogrammen.
Governance-Maßnahmen nach Kursrutsch
Im November 2025 hatte ein größerer Abverkauf infolge von Insiderverkäufen die Aktie um 48 % gedrückt. In der Folge setzte das Unternehmen umfassende Governance-Reformen um, um das Vertrauen der Anteilseigner zu stabilisieren.
Kernpunkte der neuen Regeln:
- Der CEO muss innerhalb von 12 Monaten Aktien im Wert von 200 % seines Jahresgehalts halten.
- Alle Mitglieder des Boards müssen innerhalb von drei Jahren Aktien im Umfang ihrer jährlichen Grundvergütung aufbauen.
- Eine umfassende Überprüfung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsorganen soll im Februar 2026 veröffentlicht werden.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Interessen des Managements stärker mit denen der langfristig orientierten Investoren zu verzahnen und Kritikpunkte aus der Governance-Prüfung aufzugreifen.
Fundamentale Lage: Starkes Wachstum, solide Bilanz
Operativ legte DroneShield 2025 deutlich zu. In den ersten drei Quartalen erzielte das Unternehmen Umsätze von 165,2 Mio. AUD, ein Plus von 431 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2025 fiel ein Vorsteuergewinn von 5,2 Mio. AUD an – die bislang profitabelste Phase der Firmengeschichte. Die Bruttomarge liegt mit rund 70 % auf hohem Niveau.
Auf der Bilanzseite steht ein Kassenbestand von 235,2 Mio. AUD (Stand Mitte Oktober 2025) bei nur geringen Finanzverbindlichkeiten. Die nächste Ergebnisvorlage ist für den 4. März 2026 terminiert. Analysten sehen den fairen Wert im Schnitt bei 4,70 AUD auf Sicht von zwölf Monaten, rund 20 % über dem aktuellen Kurs.
Charttechnik: Unterstützungen und Übertreibungszeichen
Aus technischer Sicht sendet die Aktie ein gemischtes Bild. Kurz- und langfristige gleitende Durchschnitte generieren weiterhin Kaufsignale, mit wichtigen Unterstützungen bei 3,74 AUD und 2,61 AUD. Gleichzeitig zeigt der RSI(14) überkaufte Zustände an, was die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Rücksetzer erhöht.
In 7 der letzten 10 Handelstage gab die Aktie nach, liegt aber auf Zwei-Wochen-Sicht immer noch rund 17 % im Plus. Diese Volatilität ist typisch für Werte, deren Geschäft stark von der Taktung größerer Verteidigungsaufträge und einer frühen Wachstumsphase geprägt ist.
Entscheidend für die weitere Entwicklung dürften nun neue Vertragsmeldungen, die Veröffentlichung des Vergütungsberichts im Februar sowie der Zahlenbericht am 4. März 2026 sein – hier wird sich zeigen, ob DroneShield das aktuell hohe Wachstumstempo bestätigen kann.
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