Der RegTech-Spezialist Diginex ordnet seine Führungsebene neu und setzt damit ein klares Signal für die künftige Ausrichtung. Lubomila Jordanova, Gründerin der jüngst übernommenen Firma Plan A, löst Mark Blick als CEO ab. Dieser schnelle Umbau kurz nach einer Serie von Akquisitionen wirft die Frage auf: Gelingt unter neuer Führung die nahtlose Integration der zugekauften Technologien?

Fokus auf ESG-Technologie

Mit Wirkung zum vergangenen Mittwoch übernahm Jordanova die Leitung des Konzerns. Dieser Schritt ist die direkte Konsequenz der strategischen Neuausrichtung: Diginex vertieft den Fokus auf Nachhaltigkeitstechnologie, insbesondere in den Bereichen CO2-Bilanzierung und Dekarbonisierung. Jordanova bringt hierfür spezifische Expertise und Erfahrung mit EU-Regulierungen ein.

Der bisherige CEO Mark Blick, der das Unternehmen im Januar 2025 an die Nasdaq führte, tritt zurück. Er bleibt dem Unternehmen in der Übergangsphase als strategischer Berater erhalten, was auf einen geordneten Machtwechsel hindeutet.

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Der Januar war bei Diginex von hoher Deal-Aktivität geprägt. Die Personalrochade bildet den vorläufigen Abschluss einer Reihe strategischer Zukäufe:

  • 28. Januar: Amtsantritt von Lubomila Jordanova als CEO.
  • 23. Januar: Joint-Venture-Vereinbarung in Brasilien für ESG-Infrastruktur.
  • 14. Januar: Übernahme der Plattform Plan A für rund 55 Millionen Euro.
  • 08. Januar: Akquisition von "The Remedy Project" (Lieferketten-Sorgfaltspflicht).

Marktreaktion und Perspektive

Durch die Bündelung dieser Kompetenzen positioniert sich Diginex als integrierter Anbieter für ESG-Reporting, der über reine Datenerfassung hinausgehen will. Das Ziel ist die Verknüpfung regulatorischer Anforderungen mit praktischen Reduktionsstrategien. Die Anleger reagierten auf den unerwarteten Führungswechsel zunächst mit Zurückhaltung. Der Markt scheint die operative Umsetzung der neuen Struktur abwarten zu wollen.

Mit der Installation von Jordanova verlagert sich der Schwerpunkt nun von der Akquise auf die Integration. Der Erfolg der rund 55 Millionen Euro schweren Investition in Plan A und die Synergien mit den anderen Zukäufen werden die entscheidenden Messgrößen für die Kursentwicklung der kommenden Monate sein.

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