Diginex Aktie: Bedrohliche Schieflage?
Die Diginex Aktie erlebt derzeit eine dramatische Korrektur. Binnen eines Monats verlor das Papier über 60 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 4,82 US-Dollar. Der Widerspruch: Gleichzeitig meldete das Unternehmen ein explosives Umsatzwachstum von 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar im vergangenen Halbjahr. Warum straft der Markt den ESG-Technologiespezialisten derart hart ab?
Wachstum ja, Gewinne nein
Der Blick auf die Ertragslage liefert die Antwort. Trotz des beeindruckenden Umsatzsprungs – getrieben durch höhere Einnahmen aus Software-Abonnements und Lizenzgebühren – steht das EBITDA bei minus 8,2 Millionen US-Dollar. Das aggressive Wachstum wird teuer erkauft. Im aktuellen Zinsumfeld, in dem Investoren verstärkt auf Profitabilität achten, wird diese Verlustzone zum Problem.
Zwar konnte Diginex durch Kapitalmaßnahmen das Nettovermögen auf 10,9 Millionen US-Dollar steigern. Doch der Weg zur Gewinnschwelle bleibt weit, und der Markt zeigt sich zunehmend ungeduldig.
Strategische Weichenstellung läuft
Unbeeindruckt vom Kurssturz treibt das Management die Expansion voran. Am 18. Dezember finalisierte Diginex die Übernahme von "The Remedy Project" – ein Schritt, der die Kompetenzen im Bereich Menschenrechte und Lieferketten-Compliance stärken soll. Gerade mit Blick auf strengere globale Regularien wie die EU-Lieferkettenrichtlinie könnte dies mittelfristig Potenzial bergen.
Zusätzlich wurde Lorenzo Romano als Deputy Chairman installiert. Seine Aufgabe: Corporate Governance schärfen und die M&A-Strategie weiterentwickeln. Parallel läuft die Integration der "Matter"-Übernahme, um das ESG-Portfolio zu komplettieren.
Finanzierung bleibt Knackpunkt
Ein kritischer Punkt ist die Finanzierung weiterer Projekte. Die Verhandlungen über eine Übernahme von "Resulticks" stocken. Die ursprüngliche Absichtserklärung lief bereits Ende Oktober aus, Gespräche werden zwar fortgeführt, doch ein Abschluss ist nicht absehbar. Ein Signal, dass Diginex seine Ressourcen derzeit äußerst genau kalkulieren muss.
Die extreme Volatilität unterstreicht den spekulativen Charakter: Die 52-Wochen-Spanne reicht von 0,45 US-Dollar bis fast 40 US-Dollar. Der Rutsch unter die 5-Dollar-Marke könnte charttechnisch weiteren Verkaufsdruck auslösen, sollten keine positiven Impulse folgen.
Die zentrale Herausforderung für Diginex bleibt klar: Solange das EBITDA tief im negativen Bereich verharrt, wird der Markt das Wachstumstempo kritisch hinterfragen. Erst eine glaubhafte Perspektive zur Profitabilität dürfte die Aktie nachhaltig stabilisieren können.
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