Deutsche Telekom Aktie: Stützungskäufe bei 26 Euro
Das Management zeigt Vertrauen und kauft Millionen eigener Aktien zurück – doch gleichzeitig testet der Kurs die kritische 26-Euro-Marke. Verantwortlich für den Druck sind regulatorische Unsicherheiten aus Brüssel und Berlin, die bei Investoren die Sorge vor steigenden Infrastrukturkosten schüren. Die entscheidende Frage: Hält der charttechnische Boden oder droht eine Ausweitung der Korrektur?
Die aktuelle Situation im Überblick:
- Kurs testet die zentrale Unterstützung bei 26 Euro
- Unternehmen kaufte zuletzt über 1,5 Millionen Aktien zurück
- Regulierungsängste rund um DSL-Abschaltung belasten
- Analysten sehen Kursziel bei rund 38,70 Euro
Charttechnik auf der Kippe
Am Mittwoch markierte die Aktie mit 26,31 Euro ein 4-Wochen-Tief und näherte sich damit der massiven Unterstützungszone bei 26,00 Euro. Genau hier lag auch das 52-Wochen-Tief vom 4. November 2025 – diese Marke fungiert als letztes Bollwerk der Bullen.
Im aktuellen Xetra-Handel zeigt sich eine zaghafte Gegenbewegung auf rund 26,77 Euro. Ein nachhaltiger Rutsch unter die 26-Euro-Zone würde jedoch ein technisches Verkaufssignal generieren und könnte weitere Stop-Loss-Orders auslösen.
Massiver Rückkauf trotz fallendem Kurs
Während die Notierungen schwächeln, greift der Konzern selbst konsequent zu. Zwischen dem 12. und 16. Januar erwarb die Deutsche Telekom 1.508.650 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 28,03 Euro. Seit Programmstart am 5. Januar summiert sich das Volumen auf über drei Millionen Papiere.
Brisant: Das Unternehmen zahlte für die jüngste Tranche deutlich mehr als der aktuelle Börsenkurs – ein klares Signal des Managements, die Bewertung für zu niedrig zu halten. Gleichzeitig zeigt es, dass der Konzern in fallende Kurse investiert hat.
Regulierung als Belastungsfaktor
Der Hauptgrund für die Kursschwäche liegt im regulatorischen Umfeld. Ein Konzeptpapier der Bundesnetzagentur über eine mögliche Abschaltpflicht für DSL-Kupferleitungen sorgt für Verunsicherung. Hinzu kommen Spekulationen über einen "Digital Network Act" der EU-Kommission.
Zwar würde der komplette Umstieg auf Glasfaser langfristig die Betriebskosten senken, doch der Markt befürchtet kurz- bis mittelfristig einen Anstieg der Investitionsausgaben. Diese Unsicherheit drückt aktuell auf die Bewertung.
WM 2026 als Content-Trumpf
Strategisch setzt der Konzern auf exklusive Inhalte. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sicherte sich MagentaTV als einziger Anbieter in Deutschland alle 104 Spiele. Besonders relevant: 44 Partien laufen exklusiv beim Bonner Konzern, darunter zwei Viertelfinals und drei Achtelfinals.
Dieser Content dient als Kundenbindungsinstrument und soll die Abwanderungsrate bei TV-Kunden senken. Analysten bewerten solche Alleinstellungsmerkmale positiv für Cross-Selling-Potenziale.
Ausblick: Die 26-Euro-Marke entscheidet
Die Analystengemeinde bleibt trotz Kursdrucks optimistisch. Das mittlere Kursziel liegt bei 38,70 Euro, was einem Potenzial von über 40 Prozent entspricht. Für 2026 erwarten Experten eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie nach 0,90 Euro im Vorjahr.
Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Unterstützung bei 26 Euro hält. Gelingt die Stabilisierung, wäre eine technische Erholung Richtung 28 Euro denkbar. Bricht der Boden jedoch, droht eine Ausweitung der Korrektur mit neuem Abwärtspotenzial.
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