Kurz vor einer wichtigen Frist in einem laufenden Anlegerverfahren gerät DeFi Technologies erneut in den Blick. Mehrere Kanzleien haben gestern breit über die anstehende Frist für die Ernennung eines Hauptklägers informiert. Wie stark beeinflusst diese gebündelte Aufmerksamkeit den Titel in den nächsten Tagen?

  • Sammelklage betrifft Käufe zwischen 12. Mai und 14. November 2025
  • Vorwurf: Unvollständige bzw. irreführende Angaben zu Strategie und Wettbewerb
  • Nach Q3-Zahlen im November 2025: Kursrutsch von über 27 % in zwei Handelstagen
  • Wichtige Frist für Hauptkläger-Anträge: 30. Januar 2026

Vorwürfe im Detail

Die Sammelklage richtet sich gegen das Unternehmen im Namen von Investoren, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 Wertpapiere von DeFi Technologies erworben haben. Ziel ist es, Schadenersatz für angeblich wesentlich falsche oder irreführende Aussagen durchzusetzen.

Kern des Vorwurfs: DeFi Technologies soll dem Markt entscheidende Informationen vorenthalten haben. Konkret geht es um Verzögerungen bei der Umsetzung der DeFi-Arbitragestrategie, die als wichtiger Umsatztreiber des Unternehmens gilt.

Zudem behauptet die Klage, das Unternehmen habe den Wettbewerbsdruck durch andere Digital-Asset-Treasury-Anbieter zu niedrig dargestellt. Diese Konkurrenz könnte die Leistungsfähigkeit der Arbitragestrategie beeinträchtigt haben.

Nach Ansicht der Kläger war es unter diesen Bedingungen unwahrscheinlich, dass DeFi Technologies seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 erreichen würde. Die gestern verbreiteten Mitteilungen der Anlegerrechtskanzleien – darunter Bronstein, Gewirtz & Grossman sowie The Rosen Law Firm – zielten darauf, Investoren an die Frist 30. Januar 2026 für Anträge auf Ernennung zum Hauptkläger zu erinnern.

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Zusammenhang mit Zahlen und Managementwechsel

Die in der Klage genannten Zeiträume stehen im Kontext schwächerer Geschäftszahlen. Am 13. November 2025 legte DeFi Technologies nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal 2025 vor. Dabei meldete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von knapp 20 %, deutlich unter den Markterwartungen.

Gleichzeitig senkte DeFi Technologies die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 spürbar. In den zwei darauffolgenden Handelstagen verlor die Aktie daraufhin über 27 %.

Kurz nach diesem Zeitraum kam es zudem zu einem Führungswechsel. Im November 2025 kündigte das Unternehmen einen CEO-Wechsel an. Die ursprüngliche Klage wurde wenige Wochen später, Anfang Dezember 2025, eingereicht.

Die gestrigen Erinnerungen der Kanzleien bündeln den rechtlichen Druck in Bezug auf die Informationspolitik und die Unternehmensentwicklung im genannten Zeitraum 2025.

Nächste Termine und Ausblick

Im Vordergrund steht kurzfristig die Frist am 30. Januar 2026 für Anträge auf Ernennung eines Hauptklägers. Daneben richtet sich der Blick auf eine mögliche offizielle Stellungnahme des Unternehmens zu den Vorwürfen.

Auf der fundamentalen Seite warten Marktteilnehmer auf den nächsten Zahlenbericht. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 wird für Ende März 2026 erwartet. Für das zum Dezember 2025 abgeschlossene Quartal liegt der aktuelle Analystenkonsens bei einem Ergebnis je Aktie von 0,03 US-Dollar.

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