DeFi Technologies steht kurz vor einer wichtigen Frist im Sammelklageverfahren. Parallel dazu notiert die Aktie nahe Mehrjahrestiefs, während Analystenbewertungen und Kursentwicklung deutlich auseinanderlaufen.

Sammelklage rückt in den Vordergrund

Mehrere auf Wertpapierrecht spezialisierte Kanzleien erinnern derzeit eindringlich an die anstehende Frist im Sammelklageverfahren. Bis zum 30. Januar muss ein führender Kläger („Lead Plaintiff“) bestimmt werden.

Im Fokus stehen Investoren, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 Aktien von DeFi Technologies erworben haben. Die gebündelte Klageschrift wirft dem Unternehmen wesentliche Falschangaben und irreführende Aussagen vor – unter anderem zu:

  • Verzögerungen bei der Umsetzung der Arbitragestrategie „DeFi Alpha“
  • der Wettbewerbssituation im Bereich digitaler Treasury-Dienstleistungen
  • Umsatzprognosen, die später um fast die Hälfte gekürzt wurden

Die intensive Kommunikation der Kanzleien lenkt den Blick wieder stärker auf die rechtlichen Risiken und erklärt den defensiven Kursverlauf der vergangenen Handelstage.

Auslöser: Deutliche Prognosesenkung

Das Verfahren geht auf die Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal 2025 am 13. November 2025 zurück. DeFi Technologies meldete dabei einen Umsatzrückgang von knapp 20 Prozent und verfehlte damit die Markterwartungen deutlich.

Besonders belastend wirkte die drastische Senkung der Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025: Statt zuvor anvisierten 218,6 Millionen US-Dollar stellte das Management nur noch rund 116,6 Millionen US-Dollar in Aussicht – ein Rückgang um etwa 47 Prozent.

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Die Reaktion am Markt war entsprechend heftig. In den zwei Handelstagen nach der Veröffentlichung verlor die Aktie 0,40 US-Dollar bzw. 27,59 Prozent und schloss am 17. November 2025 bei 1,05 US-Dollar.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

  • Schlusskurs letzte Woche: 0,88 US-Dollar (-6,23 %)
  • 52-Wochen-Hoch: 4,95 US-Dollar
  • 52-Wochen-Tief: 0,73 US-Dollar
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: rund -82 %
  • 50-Tage-Linie: 1,05 US-Dollar
  • 200-Tage-Linie: 1,90 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: ca. 340–368 Mio. US-Dollar

Chartbild klar schwach

Charttechnisch bleibt das Bild belastet. Der aktuelle Kurs von 0,88 US-Dollar liegt rund 16 Prozent unter der 50-Tage-Linie und etwa 54 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Das unterstreicht den intakten Abwärtstrend und das fehlende Vertrauen vieler Marktteilnehmer.

Leichte Akzente setzt lediglich eine Einstufungsänderung: Wall Street Zen hob die Aktie am Freitag, dem 24. Januar, von „Sell“ auf „Hold“ an und machte damit eine Herabstufung vom 10. Januar rückgängig. Ein Kaufsignal ist das nicht, deutet aber auf die Möglichkeit einer Stabilisierung nach der langen Verkaufsphase hin.

Analysten zuversichtlich, Kurs nicht

Trotz des deutlichen Kursverfalls ist der Analysten-Konsens vergleichsweise positiv. Benchmark-Analyst Mark Palmer bestätigte Ende 2025 sein „Buy“-Rating, senkte das Kursziel aber deutlich von 8,00 auf 3,00 US-Dollar – immer noch mehr als das Dreifache des aktuellen Kursniveaus. Daten von MarketBeat zeigen insgesamt eine Einstufung als „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 4,50 US-Dollar.

Bewertungskennzahlen spiegeln die Unsicherheit wider: Das forward KGV von etwa 5,2 signalisiert, dass der Markt erhebliche Ausführungsrisiken einpreist, während das rückblickende KGV nahe 100 die Ertragsschwäche des Jahres 2025 zeigt.

Nächste Wochen im Zeichen der Klage

Kurzfristig konzentriert sich der Markt auf die Frist am 30. Januar und die Besetzung der Lead-Plaintiff-Position. Mit Fortschreiten dieses Prozesses dürfte die Flut an Kanzlei-Mitteilungen nachlassen.

In der Folge dürfte stärker in den Blick rücken, ob operative Fortschritte den belastenden Rechtsrahmen in den Hintergrund drängen können. Besonders im Fokus steht dabei die Tochter Valour, die 2025 nach Unternehmensangaben Rekord-Nettozuflüsse verzeichnete.

Die Aktie startet damit in die letzte Januarwoche nahe ihrem Mehrjahrestief. Solange die rechtliche Unsicherheit anhält, bleibt der Spielraum für eine nachhaltige Erholung allerdings begrenzt.

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