Das erste Quartal 2026 endet für den DAX mit einem bitteren Beigeschmack. Trotz des freundlichen Abschlusses am Dienstag steht seit Jahresbeginn ein Minus von rund 7,6 % zu Buche — das schlechteste Quartalsergebnis seit Jahren. Der heutige Handelstag lieferte zumindest einen kleinen Lichtblick.

Ausschlaggebend für die positive Stimmung war eine Überraschung aus den USA: Das Verbrauchervertrauen des Conference Board kletterte im März auf 91,8 Punkte, während Analysten lediglich 87,5 erwartet hatten. Gleichzeitig fiel die Inflationsrate in der Eurozone mit 2,5 % knapp unter die Markterwartungen von 2,6 % — was den Rentenmarkt leicht beruhigte, auch wenn die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3,05 % anzog. Der DAX schloss bei 22.680 Punkten, rund 0,5 % über dem gestrigen Niveau.

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Rüstung gefragt, BASF unter Druck

Die Sitzung war von einer klaren Sektorrotation geprägt. Rüstungswerte standen angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten besonders im Fokus: Rheinmetall legte 2,48 % zu, Bechtle sogar 4,5 %. Die Deutsche Börse profitierte von starken Handelsvolumina im abgelaufenen Quartal — JP Morgan bestätigte das „Overweight"-Rating und verwies auf die überproportionalen Erlöse des Frankfurter Börsenbetreibers aus dem regen Handelsgeschehen.

Am unteren Ende des Kurszettels stand BASF, das 1,1 % verlor. Kepler Cheuvreux stufte die Aktie von „Buy" auf „Hold" herab und senkte das Kursziel auf 54 Euro. Heidelberg Materials gab nach einer Kurszielsenkung durch Goldman Sachs auf 235 Euro leicht nach — die Bank erwartet schwächere Volumina im ersten Quartal.

Technisch stabilisiert, aber mit Abstand zur Stärke

Der DAX hält sich knapp über der kurzfristigen Unterstützungszone bei 22.600 Punkten. Zum 50-Tage-Durchschnitt bei rund 24.188 Punkten klafft jedoch ein Abstand von mehr als sechs Prozent — ein deutliches Zeichen dafür, wie stark der März die mittelfristige Tendenz belastet hat. Der RSI von 82,3 signalisiert kurzfristig überkaufte Verhältnisse nach der jüngsten Erholung vom April-Tief.

Institutionelle Investoren nutzten den letzten Handelstag des Quartals offenbar für Rebalancing-Maßnahmen: Zuflüsse in defensive Sektoren und Rüstungswerte, Abgaben bei Zyklikern. Im April rücken neue Preisregeln für Energieträger sowie die ersten Quartalszahlen für 2026 in den Vordergrund — beide könnten die Richtung für den nächsten Abschnitt vorgeben.

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