Exor Aktie: Verkauf und Dividenden-Druck
Exor ordnet sein Portfolio neu und trennt sich von der Mehrheit an Lifenet Healthcare. Während der Verkauf frisches Kapital bringt, sorgt die Dividendenpolitik einer Kernbeteiligung für Gegenwind bei den Gewinnprognosen. Anleger müssen nun abwägen, wie schwer das Ausbleiben der Stellantis-Ausschüttung wiegt.
- Portfolio-Bereinigung: Verkauf von 80 % der Anteile an Lifenet Healthcare für rund 600 Millionen Euro.
- Einnahmenseite unter Druck: Stellantis verzichtet für 2025 auf eine Dividendenzahlung.
- Bilanzielle Struktur: Als Investmentgesellschaft hängen die Exor-Gewinne direkt von den Zuflüssen der Portfoliounternehmen ab.
Strategischer Exit im Gesundheitssektor
Die Investmentholding der Agnelli-Familie hat sich mit dem Versicherer Reale Mutua auf den Verkauf von 80 Prozent der Anteile an Lifenet Healthcare geeinigt. Die Transaktion bewertet den italienischen Gesundheitsdienstleister insgesamt mit rund 600 Millionen Euro. Während der Firmengründer über eine Familienholding weiterhin 20 Prozent der Anteile hält, markiert dieser Schritt für Exor den Rückzug aus einem spezialisierten Marktsegment.
Lifenet betreibt Krankenhäuser sowie Augen- und Zahnkliniken in mehreren Regionen Italiens. Der Deal folgt einem Branchentrend, bei dem Versicherer und Gesundheitsgruppen verstärkt auf ambulante Zentren und Diagnostik setzen. JPMorgan begleitete den Prozess als führender Finanzberater.
Dividendenlücke durch Stellantis
Trotz des erfolgreichen Exits blicken Analysten mit gemischten Gefühlen auf die kurzfristige Ertragslage der Holding. Grund dafür ist die Entscheidung von Stellantis, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Da Exor bilanziell gemäß IFRS 10 als reine Beteiligungsgesellschaft geführt wird, hängen die ausgewiesenen Gewinne maßgeblich von den Dividendenzuflüssen der Portfoliounternehmen ab und nicht von deren operativen Ergebnissen.
Wie stark belastet diese Lücke die Bilanz der Holding? Da Stellantis historisch einen wesentlichen Teil der Cashflows von Exor generierte, haben mehrere Experten ihre Gewinnprognosen für die Jahre 2025 und 2026 bereits nach unten korrigiert. Exor muss diesen Ausfall nun durch die Erträge anderer Beteiligungen aus den Bereichen Luxusautomobile, Agrartechnik oder Rückversicherungen kompensieren.
Ausblick auf die Jahreszahlen
Konkrete Details zu den finanziellen Auswirkungen werden am 23. März erwartet, wenn Exor den vollständigen Jahresabschluss für 2025 veröffentlicht. Nur einen Tag später, am 24. März, findet ein Call für Investoren und Analysten statt. Hier wird es vor allem darum gehen, wie das Management die künftige Dividendenstrategie und die Reinvestition der Verkaufserlöse plant. Die ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre ist für den 20. Mai angesetzt.
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