DAX: Ruhe vor dem Sturm?
Der deutsche Leitindex startete am Freitag mit einem leichten Plus in den Handel. Rund eine Stunde vor Xetra-Eröffnung taxierte der Broker IG den DAX 0,19 Prozent höher auf 25.090 Punkte. Doch die Frage drängt sich auf: Wie lange hält diese fragile Stabilität angesichts der Eskalation im Nahen Osten?
Die 25.000er-Marke als Rettungsanker
Am Mittwoch hatte der DAX noch bis auf 25.315 Punkte zugelegt, bevor er am Donnerstag unter Druck geriet und 0,93 Prozent auf 25.043,57 Punkte nachgab. Entscheidend: Die psychologisch wichtige Chartunterstützung bei 25.000 Punkten hielt. Technisch gesehen ist damit der Weg für einen erneuten Anlauf auf das Rekordhoch vom 13. Januar bei 25.507,79 Punkten frei.
Doch die Realität sieht komplizierter aus. US-Präsident Donald Trump erwägt laut Wall Street Journal einen anfänglich begrenzten Militärschlag gegen den Iran. Ziel: Das Regime in Teheran zur Erfüllung seiner Forderungen nach einem Atomabkommen zu zwingen. Der Eröffnungsangriff, der innerhalb von Tagen erfolgen könnte, würde auf wenige Militär- oder Regierungseinrichtungen abzielen. Sollte der Iran nicht einlenken, droht eine breit angelegte Kampagne – möglicherweise mit dem Ziel eines Regimewechsels.
Ölpreis steigt, Anleger werden nervös
Die Märkte reagieren entsprechend: Der Ölpreis legte am Freitag zu, während die asiatischen Börsen unter Druck gerieten. Der Nikkei 225 in Tokio büßte 1,12 Prozent ein, der Hang Seng in Hongkong gab 0,63 Prozent nach. Trump will in "maximal" zehn bis 15 Tagen Klarheit über einen Deal – oder eben einen Militärschlag.
Für den DAX bedeutet das: Die Unsicherheit bleibt hoch. Viele Investoren dürften sich vor dem Wochenende zurückhalten, insbesondere angesichts der unkalkulierbaren Folgen für die Weltwirtschaft. Hinzu kommen am Nachmittag wichtige US-Konjunkturdaten, darunter die erste Schätzung für das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2025.
Einkaufsmanagerindizes im Fokus
Am Vormittag stehen zudem die deutschen Flash-PMIs für Februar auf der Agenda. Erwartet wird beim Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ein leichter Anstieg auf 49,5 Punkte nach 49,1 im Januar – weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50. Der Index für den Dienstleistungssektor soll bei 52,5 landen, der Gesamt-PMI bei 52,3.
Grundsätzlich bleibt die technische Ausgangslage des DAX intakt. Doch ob Anleger den Mut für einen Ausbruch nach oben aufbringen, während im Nahen Osten die Kriegstrommeln immer lauter werden, darf bezweifelt werden. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die 25.000er-Marke als Sprungbrett oder als letzte Verteidigungslinie dient.
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