DAX: Panik frisst sich ein
Der Iran-Konflikt zieht sich in die Länge – und die Märkte verlieren die Geduld. Heute Morgen eröffnete der DAX mit einem Abschlag von knapp zwei Prozent unter der 22.000-Punkte-Marke. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das am 13. Januar markiert wurde, ist der Leitindex inzwischen weit entfernt.
Was die Lage so heikel macht: Es findet keine klassische Flucht in sichere Anlagen statt. Aktien, Anleihen und selbst Gold fallen gleichzeitig. Das Kapital wird schlicht abgezogen – keine Rotation, nur Rückzug.
Hormus-Drohung als Zünder
In der Nacht zum Sonntag verschärfte US-Präsident Trump den Ton drastisch: Iran solle die Straße von Hormus binnen 48 Stunden freigeben – andernfalls drohte er mit der Zerstörung iranischer Energieanlagen. Teheran konterte mit der Androhung einer vollständigen Sperrung der Meerenge. Brent-Rohöl notiert daraufhin bei rund 113 Dollar pro Barrel – vor Kriegsausbruch lag der Preis noch um die 70 Dollar.
Das eigentliche Problem ist nicht mehr die nächste Eskalationsstufe allein, sondern die schiere Dauer des Konflikts. Je länger der Ölpreis auf erhöhtem Niveau verharrt, desto stärker werden die Bremswirkungen auf die Realwirtschaft. Lieferketten geraten unter Druck, die Inflation steigt – und die Notenbanken sehen sich zunehmend zum Handeln gedrängt.
Technisches Bild ohne Halt
Aus charttechnischer Sicht hat der DAX zuletzt eine seit Monaten gültige Unterstützungszone dynamisch gebrochen. Die nun erreichte nächste Auffangzone gilt als wenig belastbar. Eine nachhaltige Stabilisierung setzt nach Einschätzung von Marktbeobachtern ein konkretes Ende der Kampfhandlungen voraus – davon ist derzeit wenig zu sehen.
Hinzu kommt Druck von systematischen Handelsstrategien: Trendfolgende Fonds bauen laut Bank of America bereits Short-Positionen in Aktien auf. Sollten die langsameren Modelle in den nächsten Tagen nachziehen, könnten Verkäufe von bis zu 73 Milliarden Dollar die Märkte zusätzlich belasten.
Auch der Wirtschaftskalender dieser Woche dürfte kaum Entlastung bringen. Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone am Dienstag, der ifo-Geschäftsklimaindex am Mittwoch und das GfK-Konsumklima am Donnerstag – alle drei Indikatoren dürften die Belastungen durch den Krieg und die gestiegenen Energiepreise deutlich widerspiegeln. Aufwärtssurprise? Unwahrscheinlich.
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