Drei Wochen nach dem Militärangriff der USA und Israels auf den Iran kämpft der DAX weiter mit den Nachwehen. Vom Allzeithoch bei gut 25.500 Punkten Mitte Januar ist der Index um rund 9 Prozent auf knapp 23.000 Punkte gefallen — und auch heute bleibt das Bild unruhig.

Der Tag startete noch mit einem Plus von 1,07 Prozent, getragen von Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu, wonach der Krieg schneller enden könnte als erwartet. Der Brent-Ölpreis fiel daraufhin kurzzeitig unter 107 Dollar je Barrel. Doch die Erleichterung hielt nicht: Im Laufe des Vormittags rutschte der DAX wieder unter die 23.000er-Marke.

Ölpreis als Zünder

Das Muster dieser Woche ist eindeutig: Jede Entspannungsmeldung aus dem Nahen Osten treibt den Markt kurz nach oben, jede neue Unsicherheit zieht ihn wieder runter. Die eigentliche Schlüsselfrage ist, ob die Ölversorgung über alternative Routen gesichert werden kann — oder ob die faktisch blockierte Straße von Hormus die Energiepreise dauerhaft hochhält.

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Zusätzlich setzt heute der große Verfalltag den Markt unter Druck: Futures und Optionen auf Aktienindizes laufen aus, was die Kursschwankungen verstärkt.

Notenbanken im Dilemma, Daten im Blick

Die Zentralbanken stecken in der Klemme. Diese Woche ließen gleich sieben Notenbanken ihre Leitzinsen unverändert — wiesen dabei aber unisono auf hohe Unsicherheiten hin. Steigende Anleiherenditen signalisieren anhaltende Inflationssorgen, sinkende Industriemetallpreise gleichzeitig wachsende Rezessionsängste. Dieses widersprüchliche Signal dürfte die Volatilität in den kommenden Wochen hochhalten.

In der nächsten Woche stehen weitere wichtige Datenpunkte an: Am Dienstag erscheinen die europäischen Einkaufsmanagerindizes, am Mittwoch das Ifo-Geschäftsklima. Ökonomen erwarten, dass der Ifo-Index nach 88,6 Punkten im Februar deutlich gefallen ist — ein neues Jahrestief wäre keine Überraschung. Am Donnerstag folgt dann der aktualisierte OECD-Wirtschaftsausblick mit verschiedenen Szenarien zur Energiekrise.

Sektorübergreifend bleibt die Logik klar: Energie- und Versorgungsunternehmen profitieren von hohen Öl- und Gaspreisen. Exportstarke Industriewerte, Konsumgüter und Einzelhändler hingegen leiden unter steigenden Kosten und nachlassender Kauflaune. Für den Gesamtmarkt gilt: Solange der Ölpreis nicht nachhaltig sinkt, bleibt der Weg zurück zum Allzeithoch weit.

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