DAX: Markttrends bewerten
Die vergangene Handelswoche hat tiefe Spuren hinterlassen. Der DAX fiel am Freitag auf ein Sechs-Monatstief bei 22.380 Punkten — belastet von Ölpreisen, die zwischenzeitlich auf rund 115 Dollar pro Barrel kletterten, und einer Fed, die ihre Zinsperspektiven eintrübte. Zum Wochenauftakt dreht die Stimmung.
Die DAX-Futures signalisieren am Montagmorgen ein Plus von rund drei Prozent. Treiber sind zwei Entwicklungen, die zuletzt als Belastung galten: Der Ölpreis gibt nach, und aus Brüssel kommen positive Signale im Handelsstreit mit Washington.
Handelsabkommen als zentraler Kurstreiber
Die EU hat konkrete Schritte in Richtung einer Einigung mit den USA unternommen. Geplant ist, sämtliche Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und amerikanischen Produkten aus Fischerei und Landwirtschaft bevorzugten Marktzugang zu gewähren. Der Ausschuss für Internationalen Handel des EU-Parlaments legte seine Position bereits am 19. März fest. Am 26. März stimmt das Europäische Parlament im Plenum über den Vorschlag ab — das nächste konkrete Datum, das die Richtung dieser Handelswoche mitbestimmen dürfte.
Besonders exportabhängige Sektoren wie Automobil und Chemie, die in der Vorwoche überproportional verloren hatten, könnten von einer Einigung überproportional profitieren. Die Marktbreite der Vorwoche war entsprechend düster: Am 18. März lagen nur 11 von 40 DAX-Werten im Plus.
Technisch noch fragiles Terrain
Trotz der vorbörslichen Erholung bleibt die Lage angespannt. Der DAX notiert rund zwölf Prozent unterhalb seines Allzeithochs von 25.421 Punkten aus dem Januar — und deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 24.520 Punkten. Die Rückeroberung der 23.051er-Marke wäre ein erstes technisches Stabilisierungssignal. Gelingt das nicht nachhaltig, bleibt der Druck in Richtung 22.000 Punkte bestehen.
Die EZB liefert derweil Planungssicherheit ohne neuen Schwung: Der Einlagenzins bleibt bei 2,00 Prozent, weitere Zinsschritte sind kurzfristig nicht zu erwarten. Das Euroraum-Wachstum von prognostizierten 0,9 Prozent für 2026 schafft keinen Rückenwind — aber auch keinen zusätzlichen Gegenwind. Wie weit die heutige Gegenbewegung trägt, entscheidet sich maßgeblich am Donnerstag in Brüssel und Washington.
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