DAX: Kraftlos unter 25.000
Der deutsche Leitindex zeigte sich am Mittwoch schwach und rutschte um 0,5 Prozent auf 24.856 Punkte ab. Damit bleibt das Börsenbarometer unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke – jener Schwelle, die der Index zuvor mehrfach getestet hatte. Der Handelstag begann bereits mit einem Minus von 0,12 Prozent, und auch starke US-Arbeitsmarktdaten konnten die Talfahrt nur kurzzeitig stoppen.
US-Jobdaten bremsen Zinssenkungshoffnungen
Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft war in den USA im Januar unerwartet kräftig gestiegen. Zunächst dämmte der DAX nach Veröffentlichung der Daten seine Verluste ein und testete erneut die 25.000-Punkte-Schwelle. Doch die anfängliche Erleichterung verpuffte schnell.
Der Grund: Die robusten Arbeitsmarktdaten schränken den geldpolitischen Spielraum der US-Notenbank Fed erheblich ein. Ralf Umlauf von der Helaba warnt, dass die Zinssenkungserwartungen einen Dämpfer bekommen dürften. Für Anleger bedeutet das: Die Hoffnung auf schnelle Zinsschritte nach unten schwindet – ein klarer Gegenwind für Aktienmärkte.
Gewinnmitnahmen dominieren
Die Börsenexperten beobachten eine klare Anlegertendenz: Gewinnmitnahmen prägen das Geschehen. Andreas Lipkow von CMC Markets stellt fest, dass dem DAX in diesen Tagen die Dynamik fehlt. Selbst Unternehmen mit überzeugenden Quartalszahlen profitieren kaum noch.
Siemens Energy bildete am Mittwoch eine der wenigen Ausnahmen. Der Energietechnikkonzern übertraf mit seinen Zahlen selbst die optimistischsten Prognosen und legte um sechs Prozent zu. Die Aktie führte die Gewinnerliste im DAX an, gefolgt von Vonovia und Infineon.
Am anderen Ende rangierten Zalando, SAP und Scout24. Auch die Commerzbank enttäuschte trotz guter Zahlen: Das Kreditinstitut profitiert zwar von einem anziehenden Geschäft, doch die positive Entwicklung war bereits in den Kurs eingepreist. Einige Großinvestoren hatten sich sogar noch mehr vom Ausblick erhofft – die Folge waren deutliche Verkäufe.
Kein Ausbruch in Sicht
Der letzte Rekord des DAX liegt mittlerweile fast einen Monat zurück. Am 13. Januar hatte der Index bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals die 25.500er-Schwelle überschritten. Der Schlusskurs von 25.420,66 Zählern stellte ebenfalls eine Bestmarke dar.
Seitdem fehlt dem deutschen Börsenbarometer die Kraft für einen nachhaltigen Ausbruch. Die besseren US-Konjunkturdaten schoben zwar die Wall Street an, prallten am DAX aber wirkungslos ab. Der europäische Aktienmarkt bleibt impuls- und kraftlos – eine Fortsetzung der jüngsten Seitwärtsbewegung erscheint wahrscheinlicher als ein klarer Ausbruch nach oben.
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