Ein deutlicher Anstieg der Ölpreise und schwache Vorgaben aus den USA haben dem deutschen Leitindex zum Wochenausklang zugesetzt. Auffällig war dabei das überdurchschnittlich hohe Handelsvolumen, das auf gezielte Abverkäufe durch institutionelle Anleger hindeutet.

Haupttreiber für die allgemeine Risikoaversion ist der rasante Anstieg der Energiekosten. Die Rohölmarke Brent verteuerte sich zuletzt um 5,40 Prozent auf 106,92 US-Dollar. Diese Entwicklung schürt neue Inflationssorgen und trübt die operativen Aussichten für die stark exportorientierte deutsche Industrie ein. Entsprechend verzeichnete der Leitindex am Freitag einen Rückgang von 1,38 Prozent auf 22.300,75 Zähler. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn mittlerweile auf 9,12 Prozent. Auch die Wall Street bot keinen Halt, da der Dow Jones und der Nasdaq Composite jeweils über zwei Prozent nachgaben.

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Kontron trotzt dem schwachen Umfeld

Trotz des trüben Gesamtmarktes zeigten sich vereinzelt positive Ausreißer. Die Kontron-Aktie verzeichnete am Freitagnachmittag einen Zuwachs von 7,5 Prozent auf 19,18 Euro. Auf der anderen Seite geriet Sartorius unter Druck. Die Schweizer Großbank UBS hatte zwar das Kursziel für das Papier von 230 auf 240 Euro angehoben, die Einstufung aber lediglich auf "Neutral" belassen. Schwäche zeigte zudem der Automobilsektor, dessen europäischer Branchenindex um knapp ein halbes Prozent nachgab.

Wichtige charttechnische Marken

Aus technischer Sicht hat der Index nach einem Zwischenhoch eine klare Abwärtsbewegung eingeleitet. Dabei rückte das Handelsvolumen von gut 59 Millionen gehandelten Stücken in den Fokus, was deutlich über dem Wochendurchschnitt liegt. Für die kommende Handelswoche definieren Marktbeobachter folgende technische Zonen:

  • Wichtige Unterstützung: 21.860 Punkte (aktuelles Korrekturtief)
  • Erster Widerstand: 22.327 Punkte (Niveau vom Freitag)
  • Übergeordneter Trend (50-Tage-Linie): 24.271,20 Punkte

Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich von der geopolitischen Nachrichtenlage im Nahen Osten ab. Sollten weitere militärische Eskalationen ausbleiben, sind technische Gegenreaktionen im Bereich der genannten Unterstützungszonen wahrscheinlich. Erste verlässliche Indikationen für den Handelsstart am Montag wird die Reaktion der US-Futures am späten Sonntagabend liefern.

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