DAX: Irankonflikt eskaliert!
Der deutsche Leitindex taumelt: Nachdem bereits am Montag ein Minus von 2,56 Prozent auf 24.638 Punkte zu Buche stand, zeichnet sich für heute eine Fortsetzung der Talfahrt ab. Vorbörsliche Indikatoren signalisieren ein weiteres Minus von rund einem Prozent auf 24.372 Punkte – der tiefste Stand seit Anfang Februar. Die 25.000er-Marke, die noch vor wenigen Tagen als solide Unterstützung galt, ist längst Geschichte. Jetzt rückt die kritische 24.000er-Schwelle bedrohlich näher.
Kriegsangst treibt Energiepreise
Die Ursache für den Ausverkauf liegt klar auf der Hand: Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran nimmt kein Ende. US-Präsident Trump kündigte gegenüber CNN an, dass "die große Welle bald kommt" und rechnet mit vier bis fünf Wochen Krieg – möglicherweise auch länger. Die anhaltenden Raketenangriffe in beide Richtungen haben die Märkte in Alarmbereitschaft versetzt.
Besonders brisant: Die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gashandels fließt, gerät zunehmend in den Fokus. Die Erdgaspreise in Europa sind bereits gestern um bis zu 40 Prozent nach oben geschossen. Beim Rohöl zeichnet sich ebenfalls keine Entspannung ab – Preisniveaus jenseits der 100-Dollar-Marke pro Barrel erscheinen nicht mehr unrealistisch.
Europa sitzt dabei in einer selbst gebauten Falle: Die hohe Abhängigkeit von Energieimporten aus den USA und dem Nahen Osten wird in der aktuellen Krise zum massiven Problem. Die NordLB-Experten warnen: "Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko für die Kapitalmärkte." Die Commerzbank verweist zusätzlich auf neu aufkeimende Inflationsgefahren durch steigende Energiekosten.
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Asien gibt deutlich nach
Die globale Dimension der Krise zeigt sich an den Aktienmärkten im asiatisch-pazifischen Raum: Der Nikkei 225 sackte zeitweise um über drei Prozent ab, in Hongkong verlor der Hang Seng mehr als ein Prozent. Auch auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite deutlich nach. Diese Schwäche dürfte sich nahtlos auf die europäischen Handelsplätze übertragen.
Aus technischer Sicht bewegt sich der DAX heute voraussichtlich in einer Spanne zwischen 24.000 und 24.500 Punkten. Damit ist der Abstand zum Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.508 Punkten bereits auf über 1.100 Punkte angewachsen – eine beeindruckende Kehrtwende nach dem euphorischen Jahresstart.
Auf Unternehmensseite sorgt Beiersdorf für zusätzlichen Druck: Die Aktie des DAX-Konzerns stürzte vorbörslich um rund acht Prozent ab, nachdem das Unternehmen für 2026 kaum Wachstum in Aussicht stellte. Der enttäuschende Ausblick überschattet selbst das angekündigte Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Euro. Auch die Verbraucherpreise der Eurozone und US-Einzelhandelsumsätze stehen heute auf der Agenda – dürften aber angesichts der geopolitischen Gemengelage kaum Beachtung finden.
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