DAX: Hoffnung verpufft
Der gestrige Handelstag lieferte eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nun, am Dienstag, folgt die Ernüchterung: Der DAX dürfte zum Xetra-Start rund 1,1 Prozent verlieren und bei etwa 22.400 Punkten in den Tag starten.
Trumps Tweet, Teherans Dementi
Der Auslöser der montäglichen Erholungsrally war eine Mitteilung von US-Präsident Trump auf Truth Social. Er verkündete laufende Gespräche mit dem Iran und kündigte an, angedrohte Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Der DAX schoss daraufhin innerhalb weniger Minuten um mehr als 1.200 Punkte nach oben — vom Tagestief bei 21.863 Punkten, dem niedrigsten Stand seit April 2025, bis knapp an die 23.100er-Marke heran.
Doch Teheran bremste die Euphorie schnell aus. Das iranische Außenministerium wies Trumps Aussagen als unwahr zurück. Kein Wunder also, dass die Rally rasch wieder abebbte und der Optimismus sich als brüchig erwies.
Öl bleibt der Taktgeber
Was Anleger derzeit wirklich beschäftigt, ist weniger der kurzfristige Kurslärm als die Frage nach der Dauer des Konflikts. Brent-Rohöl kostet heute Morgen wieder knapp 103 Dollar je Barrel — ein Anstieg von rund drei Prozent gegenüber dem Vortag. Damit notiert das Öl nach wie vor deutlich über der 100-Dollar-Marke, die Mitte vergangener Woche erstmals gerissen wurde.
Hohe Energiepreise drücken auf die Konjunkturerwartungen: Verbraucher kürzen Ausgaben, Unternehmen zögern bei Investitionen. Genau das dürften auch die heute anstehenden Einkaufsmanagerindizes für März widerspiegeln, bei denen Ökonomen mit leichten Rückgängen sowohl im Dienstleistungs- als auch im Industriesektor rechnen.
Zusätzlichen Gegenwind erhält der Markt durch die SAP-Aktie: JPMorgan hat das Kursziel für den Softwarekonzern von 260 auf 175 Euro gesenkt und die Einstufung von „Overweight" auf „Neutral" zurückgenommen. SAP gehört zu den Schwergewichten im DAX — solche Abstufungen hinterlassen Spuren im Index.
Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt unterdessen immer weiter in die Ferne. Seither hat der Index mehr als 3.000 Punkte abgegeben. Solange der Ölpreis auf diesem Niveau verharrt und aus Nahost keine verlässlichen Signale kommen, bleibt die Luft für eine nachhaltige Gegenbewegung dünn.
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