DAX: Düstere Wochenbilanz
Der Iran-Krieg lässt die Märkte nicht los. Zum Wochenschluss hat der DAX erneut nachgegeben – und die Gesamtrechnung für diese Woche fällt schmerzhaft aus.
Elf Prozent im Minus seit Kriegsbeginn
Mit einem Abschlag von gut zwei Prozent schloss der deutsche Leitindex heute bei 22.380 Punkten – ein Niveau, das zuletzt Ende April 2025 zu sehen war. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 4,55 Prozent. Seit dem Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar sind es bereits mehr als elf Prozent.
Auslöser für den heutigen Kursdruck war ein Bericht des Wall Street Journal: Das US-Verteidigungsministerium entsendet demnach drei Kriegsschiffe und Tausende Marines in den Nahen Osten. Die Meldung ließ die Anleiherenditen steigen – und damit wurde das Argument für Aktien gegenüber festverzinslichen Papieren wieder dünner. Dass ausgerechnet am heutigen Freitag der große Verfallstag an den Terminbörsen stattfand, verstärkte die Ausschläge zusätzlich.
Breite Verluste, wenige Ausnahmen
Das Minus zog sich quer durch alle Sektoren. Vonovia führte die Verlierer im DAX 40 für diese Woche mit einem Rückgang von über zehn Prozent an, gefolgt von Scout24 und MTU Aero Engines mit jeweils rund neun und acht Prozent. Auch SAP, Siemens und mehrere Automobilwerte büßten deutlich ein.
Auf der anderen Seite des Tableaus stach Heidelberg Materials heraus – als einziger echter Wochengewinner im DAX mit einem Plus von 6,4 Prozent. Commerzbank legte ebenfalls leicht zu, Deutsche Börse schloss nahezu unverändert.
EZB als nächster Belastungsfaktor?
Der Geopolitik gesellt sich nun möglicherweise die Geldpolitik hinzu. Bundesbankpräsident Joachim Nagel deutete an, dass sich die Inflationsaussichten durch den kriegsbedingten Ölpreisschub eintrüben könnten – und eine Zinserhöhung der EZB im April damit realistischer werde. Erste verlässliche Daten dazu sollen bei der nächsten EZB-Ratssitzung in rund sechs Wochen vorliegen.
Auch Gold, das in Krisenzeiten als klassischer Ruhepol gilt, bietet derzeit keinen verlässlichen Schutz. Im laufenden Monat hat das Edelmetall bereits über 13 Prozent verloren – ein ungewöhnliches Signal, das zeigt, wie viel Unsicherheit die Märkte gerade bewegt.
Eine nachhaltige Beruhigung an den Märkten bleibt vorerst aus. Solange der Konflikt im Nahen Osten eskaliert und die Energieversorgung vom Golf unter Druck steht, dürfte die Nervosität an den Börsen anhalten.
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