Der französische Software-Riese Dassault Systèmes vollzieht den radikalen Schnitt an der Spitze. Nach vier Jahrzehnten tritt Bernard Charlès mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurück und überlässt Pascal Daloz die alleinige Führung. Doch kann der neue Chairman und CEO das Vertrauen der Anleger nach dem jüngsten Kursdebakel zurückgewinnen?

Konzentration der Macht in schwierigen Zeiten

Bernard Charlès, Mitbegründer und langjähriger Taktgeber des Konzerns, begründet seinen sofortigen Rückzug mit persönlichen Motiven. Er hinterlässt ein Unternehmen, das er vom Start-up zum Weltmarktführer geformt hat. Sein Nachfolger Pascal Daloz, der bereits seit Anfang 2024 als CEO fungiert, übernimmt nun zusätzlich den Vorsitz des Verwaltungsrats.

Diese Personalunion soll die strategische Neuausrichtung auf die sogenannte "Generative Ökonomie" beschleunigen. Daloz setzt dabei konsequent auf industrielle Künstliche Intelligenz (KI), um die Innovationsprozesse seiner Kunden neu zu definieren. Der Verwaltungsrat erhofft sich durch die Zusammenlegung der Rollen eine schnellere Umsetzung der "3D UNIV+RSES"-Strategie in einer Phase fundamentaler Transformation.

Die Aktie sucht einen Boden

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Der Führungswechsel trifft Dassault Systèmes in einer kritischen Verfassung. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits über 26 Prozent an Wert verloren. Auslöser für diesen deutlichen Abwärtsdruck waren enttäuschende Ergebnisse für das Schlussquartal 2025 sowie eine vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Mit einem Kurs von 17,45 € notiert das Papier aktuell nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 16,16 €. Die technische Verfassung ist jedoch extrem angespannt: Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 21,6 signalisiert eine massiv überverkaufte Marktlage. Anleger reagierten zuletzt empfindlich auf die schwächer als erwarteten Wachstumsraten, was die Volatilität auf über 68 Prozent hochgetrieben hat.

Fokus auf die heutige Strategie-Konferenz

Die Integration von KI-Funktionen in das bestehende Portfolio bleibt die zentrale Hoffnung für eine operative Trendwende. Heute, am 23. Februar 2026, wird die Unternehmensführung in einer Telefonkonferenz weitere Details zur neuen Führungsstruktur und den zukünftigen Zielen erläutern. Entscheidend für den Markt wird sein, ob Daloz konkrete Belege für eine Beschleunigung des Neugeschäfts liefern kann, um den Abwärtstrend der vergangenen 30 Tage zu stoppen.

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