Trotz eines Gewinnrückgangs von 34 Prozent im Geschäftsjahr 2025 legte die Daimler-Truck-Aktie heute kräftig zu. Statt Verkäufe gab es Käufe – weil der Blick der Anleger offenbar nach vorne gerichtet ist. Was steckt dahinter?

Nordamerika bleibt die offene Flanke

Das vergangene Jahr war für den Nutzfahrzeughersteller alles andere als einfach. Der Absatz sank um acht Prozent auf rund 422.500 Fahrzeuge. In Nordamerika brach er sogar um 26 Prozent auf etwa 142.000 Einheiten ein. Der Grund: Speditionen halten sich beim Kauf neuer Fahrzeuge zurück, weil die Folgen der US-Handelszölle das künftige Transportvolumen schwer kalkulierbar machen. Der Umsatz im Industriegeschäft fiel um zehn Prozent auf 45,9 Milliarden Euro, der bereinigte Betriebsgewinn sank auf 3,78 Milliarden Euro – ein Minus von knapp einem Fünftel.

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Auftragseingang gibt Anlass zur Hoffnung

Was die Märkte heute offenbar stärker gewichteten als die schwachen Jahreszahlen: Der Auftragseingang zog im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um 13 Prozent an. Für das Gesamtjahr 2025 bedeutete das ein Plus von zwei Prozent auf über 425.000 Bestellungen. Laut einem Analysten der Citigroup übertrafen die Auftragseingänge den Marktkonsens um elf Prozent – mit besonders positiver Überraschung ausgerechnet in Nordamerika. Auch der freie Cashflow und die Dividende, die mit 1,90 Euro stabil bleibt, fielen besser aus als erwartet.

Die Aktie reagierte entsprechend: Nach einem Tief von unter 39 Euro zu Wochenbeginn kletterte der Kurs heute auf knapp 43 Euro – und schnupperte damit wieder an das Februar-Hoch von rund 44,78 Euro heran. Binnen einer Woche zählt der Titel damit zu den stärksten Werten im DAX.

Sparprogramm greift schneller als geplant

Parallel dazu macht das Effizienzprogramm „Cost Down Europe" Fortschritte. 2025 erzielte das Unternehmen bereits Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro – schneller als ursprünglich vorgesehen. Für 2026 ist ein Gesamtsparvolumen von mindestens 250 Millionen Euro angepeilt. Bis 2030 sollen die laufenden Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro sinken, verbunden mit dem Abbau von rund 5.000 Stellen in Deutschland.

Für das laufende Jahr 2026 stellt das Management eine bereinigte operative Marge von sechs bis acht Prozent in Aussicht – bei einem Industrieumsatz zwischen 42 und 46 Milliarden Euro. Dabei ist die Asiensparte bereits ausgeklammert, die ab April in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Hino, einer Toyota-Tochter, übergeht. Berücksichtigt man diese Herausrechnung, liegt der Ausblick näher am Analystenkonsens als zunächst befürchtet.

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