Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Weg für den Bau von vier neuen MEKO-Fregatten geebnet. Gleichzeitig profitiert der Kieler Rüstungskonzern von massiven Verzögerungen bei Konkurrenzprojekten. An der Börse honorieren Anleger diese operative Stärke heute mit einem deutlichen Kursaufschlag von über neun Prozent auf 87,80 Euro.

Profiteur der F126-Krise

Um Engpässe bei der U-Boot-Jagd der Deutschen Marine zu schließen, weitete der Bund einen Vorvertrag mit TKMS auf 250 Millionen Euro aus. Damit sichert sich das Unternehmen frühzeitig Fertigungskapazitäten und kann noch vor dem finalen Bauvertrag mit den Stahlarbeiten beginnen. Die Auslieferung des ersten Schiffes ist für Ende 2029 angesetzt. Diese Beschleunigung resultiert direkt aus der Krise des F126-Projekts. Weil der niederländische Hauptauftragnehmer Damen Shipyards mit erheblichen Verzögerungen kämpft, rückt TKMS mit seiner Brückenlösung als verlässliche Alternative in den Mittelpunkt.

Monopolstellung und Prognoseanhebung

Auch beim nächsten deutschen Großprojekt festigt sich die Position der Kieler. Für die Fregatte F127 mit einem veranschlagten Volumen von über 26 Milliarden Euro ist der Entwurf von TKMS der einzige nationale Ansatz, der das geforderte Aegis-Flugabwehrsystem integrieren kann.

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Diese starke Marktstellung spiegelt sich in den aktuellen Büchern wider. Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern 545 Millionen Euro Umsatz bei einer soliden Bruttomarge von 17 Prozent. Das Management reagierte prompt auf die positive Entwicklung und hob die Jahresprognose auf ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent an. Inklusive eines jüngsten Folgeauftrags aus Norwegen übersteigt der Auftragsbestand mittlerweile die Marke von 20 Milliarden Euro.

Internationale Milliarden-Entscheidungen nahen

In den kommenden Monaten stehen weitere richtungsweisende Vergaben an. Mit dem Start des indischen Fiskaljahres am heutigen 1. April öffnet sich das Fenster für einen U-Boot-Deal im Wert von rund sieben Milliarden Euro. TKMS verbleibt hier nach dem Ausscheiden der spanischen Konkurrenz als einziger Bieter. Parallel dazu fällt bis Juni in Kanada die Entscheidung über ein 37-Milliarden-Euro-Programm. Die Kieler treten mit ihrer für arktische Einsätze optimierten 212CD-Klasse gegen nur noch einen südkoreanischen Mitbewerber an.

Um diese historische Auftragsdichte abzuarbeiten, baut der Konzern seinen Standort Wismar massiv zu einer Hybridanlage für U-Boote und Fregatten aus. Detaillierte Einblicke in den Fortschritt dieser Kapazitätserweiterungen liefert das Unternehmen bei der Vorlage der nächsten Quartalszahlen am 11. Mai.

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