CureVac Aktie: Veränderungspotenzial erkannt?
CureVac verschwindet in wenigen Tagen von der Börse. Der Zusammenschluss mit BioNTech ist terminiert, der Handel endet, und für verbliebene Aktionäre greifen nun Squeeze-out-Regelungen mit steuerlichen Folgen. Was bedeutet das konkret für Anleger, die ihre Aktien nicht in der regulären Angebotsfrist angedient haben?
Letzte Handelstage und Zeitplan
Nasdaq hat den Fahrplan bestätigt. Die wichtigsten Termine:
- Heute bis Montag, 5. Januar: Letzte drei Handelssitzungen für CureVac
- Montag, 5. Januar, ca. 19:50 Uhr ET: Einstellung des After-Hours-Handels
- Dienstag, 6. Januar: Vollzug der Fusion vor US-Börsenbeginn
- Mittwoch, 7. Januar: Formale Aussetzung des Handels
Damit endet die gut 25-jährige Phase von CureVac als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen.
Das Übernahmeangebot von BioNTech war am 18. Dezember ausgelaufen und erreichte eine Annahmequote von rund 86,75 %. Insgesamt wurden 195.341.219 CureVac-Aktien angedient. Die verbleibenden 13,25 % im Besitz von Minderheitsaktionären werden nun im Rahmen eines zwangsweisen Herausdrängens (Squeeze-out) übernommen.
Umtauschverhältnis und Steueraspekte
Minderheitsaktionäre, die nicht freiwillig angedient haben, erhalten je CureVac-Aktie:
- 0,05363 BioNTech-ADS
Das Verhältnis basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der BioNTech-Aktie im November 2025.
Wesentlich ist der steuerliche Unterschied zur freiwilligen Andienung:
Die im Squeeze-out erhaltenen BioNTech-ADS unterliegen einer niederländischen Quellensteuer von 15 % auf Dividenden. Diese Belastung traf Aktionäre, die innerhalb der ursprünglichen Annahmefrist getauscht haben, nicht in gleicher Weise.
Integration und neues Management
Die operative Eingliederung in BioNTech ist abgeschlossen. Der frühere CureVac-Vorstand ist nach Vollzug der Übernahme am 18. Dezember geschlossen zurückgetreten. Das neue Management besteht aus:
- Prof. Ugur Sahin, CEO und Mitgründer von BioNTech
- Dr. Sierk Poetting
- Ramón Zapata-Gomez
Sahin betonte zum Abschluss der Transaktion, der Zusammenschluss vertiefe die mRNA-Technologieplattform und erweitere die Möglichkeiten, mRNA als neue Wirkstoffklasse zu entwickeln.
Transaktionsvolumen und übergehende Assets
Die reinen Aktienkomponenten der Transaktion wurden bei Ankündigung am 12. Juni 2025 mit rund 1,25 Milliarden US-Dollar bewertet. Mit dem Deal bündelt BioNTech zentrale mRNA-Kompetenzen. Zu den wesentlichen Vermögenswerten, die wechseln, zählen:
- RNA Printer®-Plattform zur mRNA-Produktion
- FRAMEpro-Algorithmus zur Antigenidentifikation
- CVGBM, ein Glioblastom-Kandidat in Phase-1-Studien
- CVHNLC, ein Kandidat gegen plattenepitheliales nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom mit EMA-Studiengenehmigung
- Die Produktionsstätte in Tübingen
Gleichzeitig wurde ein langjähriger Patentstreit beigelegt: Im August 2025 einigten sich CureVac und GSK mit BioNTech und Pfizer auf eine Zahlung von 740 Millionen US-Dollar an CureVac und GSK sowie zusätzliche Lizenzgebühren in einstelliger Prozenthöhe auf US-Umsätze mit COVID-19-Impfstoffen.
Handel in der Endphase
In der jüngsten Sitzung schloss die CureVac-Aktie bei 4,52 US-Dollar. Das Handelsvolumen ist deutlich zurückgegangen. Das Papier wird im Wesentlichen noch als Arbitragevehikel genutzt, wobei die Kursbewegungen eng an die BioNTech-Aktie gekoppelt sind – bedingt durch das feste Umtauschverhältnis.
Auf Zwölfmonatssicht legte der Kurs um rund 46 % zu, seit Jahresbeginn um mehr als 28 %. Haupttreiber war die Übernahmeprämie. Bereits am 24. Dezember wurde CureVac unter anderem aus dem Solactive Global Vaccines and Infectious Diseases Index entfernt, nachdem der Streubesitz unter die Schwelle von 15 % gefallen war.
Ausblick nach der Fusion
Mit den verbleibenden drei Handelstagen – heute, Freitag und Montag – endet die Börsenpräsenz von CureVac als eigenständige Aktie. Nach Vollzug der Fusion werden die verbliebenen Positionen automatisch im Squeeze-out in BioNTech-ADS getauscht, inklusive der beschriebenen niederländischen Quellensteuer auf künftige Dividenden.
BioNTech plant im Anschluss strategische, operative und wissenschaftliche Analysen, um Struktur und Portfolio der kombinierten mRNA-Plattform festzulegen. Die Integration soll insbesondere die Onkologie-Strategie stützen, einschließlich pan-tumoraler mRNA-Programme und der Entwicklungspartnerschaft für pumitamig (BNT327/BMS986545) mit Bristol Myers Squibb.
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