CureVac verschwindet von der Börse – doch kurz vor dem Delisting zeigt die Aktie noch einmal auffällige Bewegungen. Im Markt wird weniger über neue Fantasie diskutiert, sondern über die technischen Effekte der Übernahme durch BioNTech. Was steckt hinter dem späten Ausbruch im Chart?

Technischer Ausbruch trotz Delisting-Szenario

Am Freitag legte der Titel an der Nasdaq spürbar zu und beendete den Handel bei 4,67 US‑Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von rund 8,6 Prozent, über die letzten zwölf Monate steht ein Zuwachs von knapp 39 Prozent zu Buche.

Charttechnisch fällt vor allem eines auf:

  • Der Kurs notiert über dem 50‑Tage-Durchschnitt (4,35 Dollar) und auch klar über der 200‑Tage-Linie (4,24 Dollar).
  • Der Abstand zur 200‑Tage-Linie liegt bei gut 10 Prozent – ein Niveau, das normalerweise auf eine gefestigte Aufwärtsbewegung hindeutet.
  • Gleichzeitig befindet sich der RSI mit 37,9 im neutralen bis leicht überverkauften Bereich, von einer Überhitzung ist also keine Rede.

Damit zeigt die Aktie ein kurzfristig stabiles technisches Bild, obwohl die Perspektive als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen faktisch endet.

BioNTech-Übernahme setzt den Rahmen

Fundamental wird die Lage klar von der bereits vollzogenen Übernahme durch BioNTech geprägt. Nach Marktberichten ist der Deal seit Ende Dezember 2025 im Wesentlichen abgeschlossen, CureVac verschwindet damit als eigenständiger Player.

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Die aktuelle Kurszone ist daher vor allem durch die vereinbarten Transaktionsparameter begrenzt. Das spiegelt sich auch im Kursprofil:

  • Der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch bei 4,83 Dollar ist mit gut 3 Prozent gering.
  • Vom Tief bei 2,37 Dollar im April 2025 hat sich die Aktie fast verdoppelt.

Diese Entwicklung passt zu einem Wert, der sich in Richtung des Übernahmepreises eingeschwungen hat, statt eine neue eigenständige Story zu erzählen.

Was die letzten Bewegungen bedeuten

Die jüngste Belebung bei Kurs und Volatilität wird am Markt überwiegend als technisches Nachspiel gewertet. Das hohe Schwankungsniveau (30‑Tage-Volatilität annualisiert bei rund 88 Prozent) deutet darauf hin, dass vor allem kurzfristige Marktteilnehmer Positionen schließen oder anpassen.

Dazu gehören typischerweise:

  • Anleger, die Arbitrage-Strategien rund um den Übernahmepreis genutzt haben,
  • Marktakteure, die Short-Positionen eindecken,
  • Investoren, die Restpositionen vor dem endgültigen Delisting bereinigen.

Eine neue fundamentale Bewertungsperspektive für CureVac als eigenständiges Unternehmen wird im Quellkontext ausdrücklich nicht gesehen; die Übernahme durch BioNTech setzt die Obergrenze.

Fazit: Technischer Epilog einer Börsenstory

CureVac erlebt zum Jahresauftakt 2026 den wohl letzten eigenständigen Akt an der Börse. Der Kurs notiert stabil nahe dem 52‑Wochen-Hoch und über wichtigen Durchschnittslinien, doch diese Stärke ist im Wesentlichen durch die Konditionen der BioNTech-Transaktion definiert. Die aktuellen Bewegungen wirken wie ein technischer Epilog: Marktteilnehmer richten ihre Bücher für die Abmeldung der Aktie aus, während die Rolle von CureVac künftig innerhalb des BioNTech-Konzerns fortgeschrieben wird.

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