Die Übernahmeschlacht nähert sich dem finalen Akt und für Anleger von CureVac tickt die Uhr unerbittlich. Während das Unternehmen operativ durch die geplante Fusion mit BioNTech vor einer Zäsur steht, läuft das entscheidende Umtauschangebot in wenigen Tagen ab. Wer jetzt nicht handelt, könnte den Anschluss an die neu formierte Biotech-Allianz verpassen – doch was gilt es bei den komplexen Fristen zu beachten?

Kritischer Termin am Dienstag

Offiziell endet die Annahmefrist für das Umtauschangebot zwar erst am 3. Dezember. Doch Vorsicht ist geboten: Aufgrund bankinterner Bearbeitungszeiten existiert eine operative Deadline, die deutlich früher liegt. BioNTech und die beteiligten Finanzdienstleister raten dringend dazu, die Aktien bereits bis Dienstag, den 2. Dezember um 18:00 Uhr US-Ostküstenzeit (entsprechend in der Nacht zum Mittwoch in Europa) einzureichen.

Wer dieses operative Zeitfenster verpasst, riskiert, dass seine Weisung nicht mehr rechtzeitig von den Lagerstellen verarbeitet wird. In diesem Szenario würden die Anteile vorerst nicht in den initialen Tauschprozess einbezogen, was Anleger in eine unsichere Warteposition manövrieren könnte.

Weg frei für die Fusion?

Die Weichen für den Zusammenschluss sind gestellt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten überwältigende 99,16 Prozent der vertretenen Stimmen für das Angebot und die damit verbundene Umstrukturierung. Auch das Bundeskartellamt hat bereits grünes Licht gegeben, womit die oft langwierigen regulatorischen Hürden aus dem Weg geräumt sind.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei CureVac?

Der Erfolg des Deals hängt nun primär an der Mindestannahmequote. Diese liegt bei 80 Prozent der ausstehenden CureVac-Aktien, wobei sich BioNTech die Option vorbehält, die Schwelle unter bestimmten Umständen auf 75 Prozent zu senken. Das fixierte Umtauschverhältnis von 0,05363 BioNTech-Anteilen je CureVac-Aktie koppelt das Schicksal der Tübinger nun direkt an den Kurs des Mainzer Impfstoff-Pioniers.

Massive Umschichtungen vor dem Finale

Wie sehr der Markt bereits auf den Vollzug der Übernahme setzt, zeigte sich am verkürzten Handelstag am "Black Friday". Das Handelsvolumen explodierte auf über 5 Millionen Stück – ein Vielfaches des üblichen Tagesdurchschnitts. Dies deutet darauf hin, dass Arbitrage-Händler und institutionelle Investoren sich im großen Stil positionieren, um letzte Preisdifferenzen zu nutzen.

Die CureVac-Aktie schloss am Freitag bei 4,68 Euro und notiert damit in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Der Kurs klebt förmlich am rechnerischen Wert des Übernahmeangebots, was signalisiert: Der Markt preist ein Gelingen des Deals als nahezu sicher ein.

Fazit: Tauschen oder Warten

Klassische Fundamentaldaten wie die theoretische Liquiditätsreichweite bis 2028 spielen aktuell keine Rolle mehr. Der Kurs hat sich von Pipeline-News abgekoppelt und folgt stur der Mechanik der Übernahme. Für Aktionäre hat sich die Frage von "Kaufen oder Verkaufen" zu "Eintauschen oder Abwarten" verschoben – wobei das "Abwarten" angesichts der nahenden Frist am Dienstag zum Risiko werden könnte.

CureVac-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CureVac-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:

Die neusten CureVac-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CureVac-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

CureVac: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...