CureVac Aktie: Ende einer Ära
Die Börsengeschichte von CureVac ist beendet. Mit dem heutigen Tag wird der Tübinger mRNA-Pionier formell von BioNTech geschluckt, womit die 25-jährige Eigenständigkeit des Unternehmens Geschichte ist. Während die Webseiten bereits umgeleitet werden, stellt sich für verbliebene Aktionäre vor allem eine Frage: Wie läuft die Abwicklung der letzten Anteile konkret ab?
BioNTech macht den Sack zu
Die Übernahme ist besiegelt. Nachdem das freiwillige Umtauschangebot am 18. Dezember 2025 ausgelaufen war, sicherte sich BioNTech rund 86,75 Prozent aller ausstehenden CureVac-Aktien. Anleger, die ihre Papiere rechtzeitig andienten, erhielten pro CureVac-Aktie 0,05363 BioNTech-ADRs. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf rund 1,25 Milliarden US-Dollar. Die Aktie, die zuletzt bei 3,89 Euro notierte und seit Jahresanfang ein Minus von über 16 Prozent verzeichnete, verschwindet damit vom Kurszettel.
Squeeze-Out mit steuerlicher Falle
Der Handel an der Nasdaq wurde bereits gestern Abend eingestellt. Ab morgen ist die Notierung dauerhaft ausgesetzt. Für die Minderheitsaktionäre, die noch immer rund 13,25 Prozent der Anteile halten, leitet BioNTech nun ein Verfahren zum Zwangsausschluss (Squeeze-Out) ein. Zwar erhalten auch diese Investoren das festgelegte Umtauschverhältnis von 0,05363 BioNTech-Papieren, doch es gibt einen entscheidenden Nachteil: Auf diese Zwangsumwandlung wird eine niederländische Quellensteuer von 15 Prozent fällig – eine finanzielle Einbuße, die bei der Annahme des ursprünglichen Angebots nicht entstanden wäre.
Neue Führung und Technologie-Transfer
Mit dem Vollzug der Übernahme wurde die komplette Führungsebene ausgetauscht. Der bisherige Vorstand trat geschlossen zurück, an die Spitze rücken nun BioNTech-Gründer Ugur Sahin sowie COO Sierk Poetting. Operativ übernimmt BioNTech damit wertvolle Assets, darunter die "RNA Printer"-Plattform zur automatisierten Produktion sowie klinische Kandidaten in der Krebsforschung. Auch die Patentstreitigkeiten, die beide Unternehmen lange beschäftigten, sind durch vorangegangene Vergleiche beigelegt.
Die Technologie aus Tübingen verschwindet nicht, sondern geht im globalen Produktionsnetzwerk von BioNTech auf. Für Investoren endet damit die Wette auf einen eigenständigen Erfolg von CureVac, während die Pipeline-Projekte nun unter dem Dach und mit der finanziellen Ausstattung des Mainzer Konzerns fortgeführt werden.
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