CureVac ist von der Börse verschwunden. Nach Abschluss der Übernahme durch BioNTech wurde der Handel mit den Aktien faktisch eingestellt, die Notierung an der Nasdaq beendet und das Unternehmen vollständig in den Konzern integriert. Für ehemalige Aktionäre verschiebt sich der Blick nun endgültig auf die BioNTech-Aktie.

Übernahme formal abgeschlossen

Zu Jahresbeginn hat BioNTech die letzte Stufe der Transaktion gezogen. Am 6. Januar traten beide Unternehmen in eine sogenannte „post-offer reorganization“ ein. In diesem rechtlichen Schritt wurde CureVac in eine BioNTech-Tochtergesellschaft eingegliedert.

Damit ging das operative Geschäft vollständig auf BioNTech über. Gleichzeitig verloren alle verbliebenen Minderheitsaktionäre, die ihre CureVac-Papiere zuvor nicht angedient hatten, ihren Status als Aktionäre. Sie erhielten die gleiche Gegenleistung wie die Investoren, die das öffentliche Umtauschangebot angenommen hatten, jeweils abzüglich anfallender Steuern.

Der Widerruf der Nasdaq-Notierung war für Mitte Januar vorgesehen und besiegelte den Übergang von CureVac von einer eigenständigen börsennotierten Gesellschaft zu einem vollständig integrierten Teil von BioNTech.

Wesentliche Eckdaten der Transaktion:

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  • 86,75 % der CureVac-Aktien wurden im Rahmen des öffentlichen Umtauschangebots angedient
  • Restanteile wurden über die anschließende Reorganisation erzwungen übernommen
  • Alle ehemaligen Aktionäre erhalten die gleiche Form der Gegenleistung (vor Steuern)

Strategischer Hintergrund des Deals

Die Kombination der beiden mRNA-Spezialisten war bereits am 12. Juni 2025 angekündigt worden. BioNTech hatte damals eine endgültige Vereinbarung zur vollständigen Übernahme von CureVac bekannt gegeben. Die reine Aktien-Transaktion entsprach zum Zeitpunkt der Ankündigung einem impliziten Eigenkapitalwert von rund 1,25 Milliarden US-Dollar.

Strategisch ist der Zukauf vor allem auf die Onkologie ausgerichtet. BioNTech sieht in der Übernahme einen Baustein, um Forschung, Entwicklung und Produktion von mRNA-basierten Krebsimmuntherapien zu beschleunigen. Mit CureVac übernimmt der Konzern:

  • ein erfahrenes Forschungsteam mit RNA-Expertise
  • einen umfangreichen Patentbestand
  • zusätzliche Fertigungskapazitäten

Zugleich werden frühere Patentstreitigkeiten zwischen beiden Unternehmen mit dem Zusammenschluss beigelegt. Marktbeobachter werten die Transaktion als Zeichen dafür, dass sich das mRNA-Feld von der pandemiegetriebenen Ausnahmesituation hin zu einer breiter aufgestellten, langfristig angelegten Innovationsphase entwickelt – mit Schwerpunkt auf Krebsbehandlungen.

Für die bisherigen CureVac-Anleger bedeutete der Deal einen klaren Ausweg nach schwierigen Jahren in einem hart umkämpften Impfstoffmarkt.

Fokus verschiebt sich zu BioNTech

Mit Abschluss der Übernahme und dem Delisting ist CureVac als eigenständiger Börsenwert Geschichte. Die eigenständige Analystenabdeckung des Unternehmens wurde eingestellt, jegliche zukünftige Wertschöpfung aus der Technologie- und Projektpipeline von CureVac wird nun ausschließlich in den Zahlen von BioNTech sichtbar.

Für Investoren verlagert sich damit der Blick auf künftige Quartalsberichte und Investorenpräsentationen von BioNTech. Im Mittelpunkt steht dabei, wie die übernommenen Vermögenswerte, Technologien und Entwicklungsprogramme konkret in die gemeinsame Onkologie-Strategie eingebunden werden und welchen Beitrag sie perspektivisch zum Geschäftsverlauf von BioNTech leisten.

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