Die Uhr für den Tübinger mRNA-Pionier an der Börse ist abgelaufen. Am 16. Januar 2026 wird die Aktie endgültig von der Nasdaq genommen. Nach der 1,25 Milliarden Dollar schweren Übernahme durch den Rivalen BioNTech endet damit ein turbulentes Kapitel deutscher Börsengeschichte, das einst mit großen Hoffnungen im Impfstoffrennen begann.

Der Fahrplan zum Delisting

Faktisch ist der Handel bereits seit dem 6. Januar 2026 ausgesetzt. An diesem Tag meldete das Unternehmen den Vollzug der Reorganisation nach dem Tauschangebot von BioNTech und beantragte offiziell das Delisting bei der US-Börsenaufsicht SEC.

Am kommenden Freitag, den 16. Januar, wird dieser Schritt formal wirksam. Damit verschwindet das Kürzel CVAC permanent von den Kurstafeln. Im Anschluss plant die Nachfolgegesellschaft CureVac Merger B.V., auch die Registrierung der Aktien zu beenden, womit sämtliche öffentlichen Berichtspflichten entfallen.

Konditionen für Aktionäre

Für Anleger, die das Tauschangebot angenommen haben, ist der Wechsel bereits vollzogen. Sie erhielten für jede CureVac-Aktie 0,05363 BioNTech American Depositary Shares (ADS). Dies entsprach zum Zeitpunkt der Ankündigung einem Aufschlag von rund 55 Prozent auf den damaligen Durchschnittskurs.

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Bis zum Ablauf der Frist im Dezember 2025 wurden knapp 87 Prozent der Anteile angedient. Für die verbliebenen rund 13,25 Prozent der Aktien hat BioNTech ein Squeeze-out-Verfahren eingeleitet. Diese Zwangsanwendung stellt sicher, dass BioNTech alleiniger Eigentümer wird. Die verbliebenen Aktionäre erhalten dabei dieselbe Gegenleistung wie die Teilnehmer des Tauschangebots.

Neue Ära unter BioNTech-Führung

Mit dem Vollzug der Übernahme hat sich auch die Führungsstruktur grundlegend gewandelt. Der bisherige Vorstand von CureVac trat geschlossen zurück. Die Leitung übernehmen nun BioNTech-Führungskräfte, darunter CEO und Mitgründer Prof. Ugur Sahin.

Strategisch zielt der Zusammenschluss auf die Bündelung der deutschen mRNA-Kompetenz ab. BioNTech sichert sich durch den Deal nicht nur Produktionskapazitäten wie den "RNA Printer", sondern beendet auch kostspielige Patentstreitigkeiten. Ein im August 2025 geschlossener Vergleich mit GSK sieht Zahlungen von insgesamt rund 500 Millionen Dollar vor, die nun im erweiterten Konzernverbund konsolidiert werden.

Der Blick der Investoren richtet sich ab sofort ausschließlich auf die Integrationsleistung von BioNTech. Erste konkrete Einblicke in die Synergien werden mit dem Geschäftsbericht für das vierte Quartal erwartet, der Ende Februar 2026 veröffentlicht wird. Zudem könnten Daten aus dem übernommenen Glioblastom-Programm (CVGBM) Mitte 2026 erste Hinweise liefern, ob sich der Zukauf operativ auszahlt.

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