CorMedix blickt auf ein Rekordjahr 2025 zurück, allerdings währt die Freude nur kurz. Regulatorische Änderungen bei der Erstattung des Hauptprodukts DEFENCATH zwingen das Management zu einer deutlich vorsichtigeren Prognose für die kommenden Jahre. Während das Unternehmen versucht, sich durch Zukäufe breiter aufzustellen, rückt die klinische Pipeline nun verstärkt in den Fokus.

Starke Zahlen durch Zukauf

Im vierten Quartal 2025 erzielte CorMedix einen Umsatz von 128,6 Millionen US-Dollar. Ein Großteil davon entfiel mit 91,2 Millionen US-Dollar auf das Flaggschiff DEFENCATH, während das im August übernommene Melinta-Portfolio weitere 37,4 Millionen US-Dollar beisteuerte. Auf Pro-forma-Basis kletterte der Jahresumsatz 2025 damit auf 401,3 Millionen US-Dollar.

Trotz eines Nettoergebnisses von 14,0 Millionen US-Dollar – das durch eine Steuerzahlung in Höhe von 42,4 Millionen US-Dollar belastet wurde – bleibt die finanzielle Ausstattung solide. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 148,5 Millionen US-Dollar.

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Erstattungswende belastet Prognose

Die eigentliche Herausforderung liegt in der nahen Zukunft. Ab dem 1. Juli 2026 greifen neue regulatorische Erstattungsregeln im Dialyse-Sektor, die den Preis von DEFENCATH erheblich unter Druck setzen dürften. Das Management erwartet daher, dass die Umsätze im Jahr 2026 stark "front-loaded" sein werden, also primär in der ersten Jahreshälfte anfallen, bevor die Änderungen wirksam werden.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet CorMedix nur noch mit einem Umsatz zwischen 300 und 320 Millionen US-Dollar. Besonders deutlich wird der Rückgang beim Kernprodukt DEFENCATH: Hier sollen die Nettoerlöse von 258,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf lediglich 150 bis 170 Millionen US-Dollar schrumpfen. Für 2027 wird sogar ein weiterer Rückgang auf bis zu 100 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt.

Fokus auf Diversifizierung und Pipeline

Um die Abhängigkeit von DEFENCATH und einer extrem hohen Kundenkonzentration zu verringern – drei Abnehmer stehen aktuell für rund 90 Prozent des Absatzes – setzt CorMedix auf die Integration von Melinta. Hier konnten bereits Synergien in Höhe von 35 Millionen US-Dollar realisiert werden. Diese Kosteneinsparungen sollen helfen, das bereinigte EBITDA für 2026 in einer Spanne von 100 bis 125 Millionen US-Dollar zu stabilisieren.

Hoffnung machen zudem neue klinische Entwicklungen. Im zweiten Quartal 2026 werden Daten aus der Phase-III-Studie RESPECT für das Medikament RIZEAO erwartet. Dieses zielt auf einen potenziellen Markt mit einem geschätzten Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar ab. Parallel dazu läuft die Rekrutierung für die NEUTROGUARD-Studie, deren Abschluss das Unternehmen für Anfang 2027 plant. Diese Projekte sind entscheidend, um das Geschäftsmodell über das bisherige Erstattungssystem hinaus zu erweitern.

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