Das Bundeskartellamt hat der UniCredit faktisch den Weg für weitere Anteilskäufe geebnet. Diese regulatorische Entscheidung erhöht den Handlungsdruck auf das Commerzbank-Management um CEO Bettina Orlopp erheblich, während Anleger nach der Rekordjagd des Vorjahres Gewinne mitnehmen.

  • Regulatorik: Kartellamt sieht keine Einwände gegen UniCredit-Aufstockung.
  • Kursniveau: Aktie konsolidiert bei 35,85 Euro.
  • Lichtblick: EZB senkt Kapitalanforderungen leicht.

Freie Bahn für Mailand

Die Wettbewerbshüter haben signalisiert, dass keine kartellrechtlichen Bedenken gegen eine Erhöhung der UniCredit-Beteiligung bestehen. Zuvor hielten die Italiener bereits knapp 29 Prozent der Anteile. Marktbeobachter werten dies als Startschuss für eine mögliche aggressive Ausweitung der Position oder gar ein offizielles Übernahmeangebot.

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Für den Vorstand der Commerzbank wird die Verteidigung der Eigenständigkeit damit komplizierter. Die Börse preist nun eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenschluss ein, was den Kurs fundamental stützt. Ohne diese M&A-Fantasie würde die Aktie angesichts der aktuellen Marktbewertung vermutlich tiefer notieren.

Konsolidierung nach dem Rekordjahr

Der Start in das Börsenjahr 2026 ist von Gewinnmitnahmen geprägt. Mit einem aktuellen Kurs von 35,85 Euro notiert das Papier zwar unter dem Schlusskurs vom Freitag (36,40 Euro), blickt aber auf eine massive Rallye zurück. Auf Sicht von 12 Monaten steht ein Plus von rund 125 Prozent zu Buche.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 41,58 Euro beträgt inzwischen knapp 14 Prozent. Technisch wird diese Bewegung als gesunde Korrektur nach der Überhitzung Ende 2025 gewertet. Ein kleiner positiver Impuls kommt derweil von der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Kapitalanforderungen (Säule 2) sinken ab 2026 um 10 Basispunkte auf 2,15 Prozent. Dies verschafft der Bank theoretisch mehr Spielraum für Ausschüttungen – ein Argument, das Orlopp in ihrer Abwehrstrategie nutzen dürfte.

Blick auf die Zahlen

Die weitere Richtung der Aktie hängt nun maßgeblich von zwei Faktoren ab: der operativen Stärke und den Handlungen der UniCredit. Sollte die Unterstützung im Bereich von 35 Euro nicht halten, droht eine Ausweitung der Korrektur. Gelingt jedoch eine Stabilisierung und liefern die anstehenden Q4-Zahlen überzeugende Argumente für den Alleingang, bleibt das Allzeithoch in Reichweite.

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