Commerzbank Aktie: Rekordausschüttung, trübes Umfeld
Die Commerzbank schüttet für 2025 insgesamt 2,7 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus — so viel wie nie zuvor. Am Markt kommt das trotzdem nicht gut an. Der Kurs steht unter Druck, und das hat mehrere Gründe.
Rückkauf abgeschlossen, Dividende auf Rekordniveau
Vergangenen Montag schloss die Bank ihr sechstes Aktienrückkaufprogramm ab. Seit Februar erwarb sie dabei knapp 15,7 Millionen eigene Aktien für 524 Millionen Euro — zu einem Durchschnittspreis von rund 33,45 Euro je Aktie. Zusammen mit einem bereits im Dezember abgeschlossenen Programm summieren sich die Rückkäufe auf 1,5 Milliarden Euro.
Hinzu kommt eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie, die Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen haben. Das wäre eine Steigerung gegenüber den 0,65 Euro des Vorjahres und entspräche einer Gesamtausschüttung von rund 1,2 Milliarden Euro — vorbehaltlich der Zustimmung auf der Hauptversammlung im Mai. Die Gesamtkapitalrückgabe für 2025 deckt sich exakt mit dem bereinigten Nettoergebnis. Für 2026 und die folgenden zwei Jahre plant die Bank, diese Quote von 100 Prozent beizubehalten.
Das Gewinnziel für 2026 liegt bei 3,2 Milliarden Euro — etwas unterhalb der Analystenerwartungen von 3,4 Milliarden Euro.
Stagflationsängste und UniCredit-Drama belasten
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Trotz der positiven Ausschüttungsnachricht notiert die Aktie deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 34,03 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 19 Prozent verloren. Zuletzt drückte eine breite Marktschwäche auf den Kurs: Steigende Ölpreise und wachsende Stagflationssorgen belasteten am Freitag den gesamten DAX. Für ein zyklisches Kreditinstitut wie die Commerzbank sind solche Szenarien besonders heikel — Kreditausfälle steigen, die Kreditnachfrage sinkt, und Regulatoren fordern höhere Kapitalquoten.
Strukturell bleibt die ungeklärte Übernahmesituation das dominierende Thema. UniCredit hält inzwischen knapp 30 Prozent der Anteile, und Konzernchef Andrea Orcel hat eine vollständige Übernahme als Ziel nicht verborgen. Management und Bundesregierung — die ihrerseits rund 12 Prozent hält — lehnen einen Zusammenschluss ab. Eine Entscheidung wurde offiziell auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben.
Pikant dabei: Der abgeschlossene Aktienrückkauf erhöht automatisch die relativen Stimmrechtsanteile von UniCredit und weiteren Großaktionären — just vor der Hauptversammlung am 20. Mai, die zum Knotenpunkt der Auseinandersetzung werden dürfte.
Die Commerzbank setzt dabei auf eine klare Logik: Ein steigender Aktienkurs soll eine Übernahme für UniCredit schlicht zu teuer machen. Ob diese Strategie aufgeht, wird die operative Ertragsentwicklung in einem fragilen konjunkturellen Umfeld zeigen müssen — die Hauptversammlung im Mai liefert dafür den ersten großen Stresstest.
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