Während der Gesamtmarkt neue Höhen erklimmt, weicht bei der Commerzbank die Euphorie der Ernüchterung. UniCredit-CEO Andrea Orcel hat die Hoffnungen auf eine schnelle Übernahme zuletzt deutlich gedämpft, was den Kurs spürbar belastet. Nun richten sich alle Blicke nach New York, wo das Management morgen liefern muss, um den jüngsten Abwärtstrend zu stoppen.

  • Schlusskurs: 34,99 Euro (-1,77 % am Freitag)
  • Wochenbilanz: -3,87 %
  • Auslöser: Dämpfer bei Fusionsspekulationen durch UniCredit
  • Wichtiger Termin: German Investment Seminar in New York (Montag, 12.01.)

Realitätscheck nach der Rallye

Nach einer beeindruckenden Performance von über 108 Prozent auf Zwölfmonatssicht kehrt nun Realismus ein. Ein Großteil dieser Kursgewinne basierte auf der Spekulation einer baldigen Fusion mit der italienischen UniCredit. Da dieses Szenario an Dynamik verliert, ziehen sich spekulative Anleger zurück.

Der Kursrückgang von 1,77 Prozent am Freitag auf 34,99 Euro spiegelt diese Neubewertung wider. Das Kursniveau muss nun zunehmend durch operative Exzellenz und weniger durch Übernahmeprämien gerechtfertigt werden. Mit einem Verlust von 3,87 Prozent seit Jahresanfang (YTD) gehört der Titel aktuell zu den schwächeren Werten im Bankensektor, während der DAX weiter Stärke zeigt.

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Blick nach New York

Investoren fokussieren sich jetzt auf den morgigen Montag, den 12. Januar 2026. Auf dem German Investment Seminar in New York muss das Management der Commerzbank überzeugen. Marktbeobachter erwarten Antworten darauf, wie die Bank den Aktienkurs ohne die treibende Kraft der direkten Übernahmefantasie stützen will und welche operativen Impulse für das Jahr 2026 geplant sind.

Charttechnische Unterstützung im Test

Die charttechnische Lage hat sich durch die jüngsten Gewinnmitnahmen eingetrübt. Mit dem aktuellen Kurs nähert sich die Aktie gefährlich dem 50-Tage-Durchschnitt von 34,67 Euro an, der aktuell nur noch knapp einen Prozentpunkt entfernt liegt.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 41,58 Euro beträgt inzwischen fast 16 Prozent. Sollte die Unterstützung im Bereich der 50-Tage-Linie nicht halten, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 30,85 Euro als nächste relevante Auffangmarke in den Fokus.

Die Präsentation in New York fungiert daher als kurzfristiger Richtungsentscheid. Liefert das Management am Montag keine überzeugenden Argumente für ein Standalone-Szenario, droht eine Ausweitung der Korrektur in Richtung der 32-Euro-Marke.

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