Coca-Cola Aktie: Innovationspreise gewonnen!
Coca-Cola stellt sich an der Spitze neu auf und bremst gleichzeitig beim Verkauf von Costa Coffee. Der Konzern bündelt Verantwortung für Digitalisierung und Marketing, während ein langjähriger Top-Manager den CEO-Posten übernimmt. Entscheidend ist nun, wie dieses Paket aus Führungsumbau und Strategieanpassung die nächste Wachstumsphase prägen soll.
Neuer CEO und digitale Struktur
Zum 31. März 2026 übernimmt Henrique Braun den Posten des Chief Executive Officer von James Quincey. Quincey bleibt dem Unternehmen erhalten und wechselt in die Rolle des Executive Chairman. Braun gehört bereits zum operativen Führungskreis und soll die nächste Phase der Konzernentwicklung verantworten.
Kern des Umbaus ist eine stärkere Fokussierung auf Digitalisierung und Kundenansprache:
- Einführung einer neuen Rolle: Chief Digital Officer (CDO)
- Ernennung von Sedef Salingan Sahin zur CDO zum 31. März 2026
- Verlagerung digitaler Zuständigkeiten weg vom Finanzressort hin zu einer eigenständigen Digital-Einheit
Sahin übernimmt damit digitale Strategie und Technologie-Themen, die bislang teils beim Finanzvorstand John Murphy lagen. Ziel ist, digitale Prozesse und Tools zu zentralisieren und den Kontakt zu Verbrauchern moderner und datengestützter zu steuern.
Parallel dazu werden Marketing und Vertrieb enger verzahnt. Manolo Arroyo wird künftig als Chief Marketing and Customer Commercial Officer agieren und zusätzliche kommerzielle Aufgaben von CFO John Murphy übernehmen. Murphy bleibt Präsident und CFO, soll sich aber stärker auf klassische Finanzsteuerung konzentrieren.
Ein weiterer Baustein ist die Neuordnung der internationalen Märkte. Coca-Cola schafft zwei neue regionale Einheiten für wachstumsstarke Regionen:
- Indien/Südwestasien unter der Leitung von Sanket Ray
- Eurasien/Naher Osten unter der Leitung von Claudia Lorenzo
Damit will der Konzern schneller auf regionale Trends reagieren und das Wachstum in diesen Märkten gezielt vorantreiben.
Costa Coffee: Verkauf vorerst auf Eis
Parallel zum Führungsumbau hat Coca-Cola den geplanten Verkauf der Kaffee-Kette Costa Coffee gestoppt. Hintergrund ist ein Bieterprozess, in dem Angebote von Finanzinvestoren wie TDR Capital und Bain Capital Special Situations offenbar unter den Preisvorstellungen des Konzerns lagen.
Operativ steht Costa aktuell nicht glänzend da: 2024 fiel bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Pfund ein Betriebsverlust von 13,5 Millionen Pfund an. Trotz dieser roten Zahlen zieht Coca-Cola vorerst keinen Notverkauf durch, sondern hält die Beteiligung im Portfolio, statt einen deutlich niedrigeren Preis zu akzeptieren. Ein späterer Verkauf bleibt aber ausdrücklich eine Option.
Für den Markt signalisiert das: Der Konzern ist nicht bereit, Vermögenswerte um jeden Preis abzugeben, nimmt dafür aber zunächst weitere Arbeit mit einem defizitären Asset in Kauf.
Reaktion am Markt und Kennzahlen
An der Börse fällt die Reaktion bislang ruhig aus. Die Aktie hat gestern bei 71,24 US-Dollar geschlossen und notiert damit auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Kursplus von rund 19 %, womit der Titel deutlich über seinen gleitenden Durchschnittskursen liegt.
Analysten zeigen sich weiter konstruktiv. Am 14. Januar 2026 bestätigte Wells Fargo-Analyst Christopher Carey sein „Buy“-Votum mit einem Kursziel von 79 US-Dollar. Zuvor hatte bereits Bank of America Securities die Aktie mit „Buy“ eingestuft. Die positiven Einschätzungen stützen sich auf die Rolle von Coca-Cola als defensiver Qualitätswert.
Der Konzern gilt als klassischer Dividendenwert: Als „Dividend King“ hat Coca-Cola seine Ausschüttung seit 63 Jahren in Folge erhöht. Hinzu kommen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 23,3 und eine durchschnittliche operative Marge von 26,5 % über die vergangenen fünf Jahre. Für 2026 wird ein Free Cash Flow von etwa 11,9 Milliarden US-Dollar erwartet – ein wichtiger Puffer für Dividenden und Investitionen in Digitalisierung, Marken und Märkte.
Nächste Termine im Fokus
Wichtigster nächster Meilenstein sind die Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2025, die Coca-Cola am 10. Februar 2026 vor US-Börsenbeginn vorlegt. Anschließend findet um 8:30 Uhr Eastern Time eine Telefonkonferenz statt, in der Management und künftiger CEO-Kurs eingeordnet werden.
Nur wenige Tage später, am 17. Februar 2026, treten CEO-designierter Henrique Braun und CFO John Murphy auf der CAGNY-Konferenz in Orlando auf. Dort dürfte Braun erstmals detaillierter erläutern, wie er die neue Führungsstruktur, die digitale Agenda und den Umgang mit Randbeteiligungen wie Costa Coffee zu einer klaren Strategie für die kommenden Jahre verbinden will.
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