Cheniere Energy lieferte zum Jahresabschluss 2025 beeindruckende Zahlen ab. Das Nettoergebnis mehr als verdoppelte sich im vierten Quartal auf 2,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 136 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der bereinigte Cashflow legte um 42 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Dollar zu. Die Aktie reagierte prompt und kletterte am Mittwoch um 6,32 Prozent auf 220,68 Dollar.

Die operative Leistung untermauerte die Finanzstärke: Mit 680 TBtu exportiertem Flüssigerdgas in 185 Ladungen stellte das Unternehmen einen neuen Quartalsrekord auf. Über das Gesamtjahr 2025 verschiffte Cheniere 670 Ladungen mit insgesamt mehr als 46 Millionen Tonnen LNG – ebenfalls ein Höchstwert.

Vision erfüllt, neue Ziele gesteckt

Das Management feierte den Abschluss seines "20/20 Vision"-Programms, das seit Mitte 2022 über 20 Milliarden Dollar verteilte: 7 Milliarden flossen in Aktienrückkäufe, 6 Milliarden in Wachstumsprojekte, 5 Milliarden in Schuldentilgung und 1,5 Milliarden in Dividenden. Mehr als 12,1 Millionen Aktien kaufte Cheniere 2025 für rund 2,7 Milliarden Dollar zurück.

Der Vorstand genehmigte nun ein noch ambitionierteres Programm: Über 10 Milliarden Dollar stehen bis 2030 für Rückkäufe bereit. Die Anzahl ausstehender Aktien soll von derzeit 210 Millionen auf 175 Millionen sinken. Langfristig peilt CEO Jack Fusco einen Cashflow von rund 30 Dollar je Aktie an – aktuell liegt dieser bei über 20 Dollar.

Taiwan sichert sich Versorgung bis 2050

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Parallel verkündete Cheniere einen 25-Jahres-Vertrag mit CPC Corporation Taiwan. Die staatliche taiwanesische Öl- und Gasgesellschaft bezieht ab 2026 bis zu 1,2 Millionen Tonnen LNG jährlich. Der Preis orientiert sich am Henry Hub mit einem festen Aufschlag. Es ist bereits der zweite Langfristvertrag zwischen beiden Partnern – ein erster Deal aus 2018 über 2 Millionen Tonnen jährlich läuft seit 2021.

Die Expansion schreitet voran: Das Corpus Christi Stage-3-Projekt erreichte im Januar 95 Prozent Fertigstellung, Train 5 produzierte im Februar erstmals Flüssigerdgas. Die Midscale-Trains 8 und 9 lagen bei 33 Prozent Baufortschritt und sollen 2028 anlaufen. Zusammen erhöhen sie die Kapazität um 15 Millionen Tonnen jährlich.

Zurückhaltender Ausblick für 2026

Für 2026 prognostiziert Cheniere ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,75 und 7,25 Milliarden Dollar. Der Mittelwert von 7 Milliarden liegt leicht unter den 6,94 Milliarden aus 2025 – eine bewusst konservative Prognose, die das Unternehmen in der Vergangenheit regelmäßig übertraf. Der Cashflow soll auf 4,35 bis 4,85 Milliarden Dollar sinken, verglichen mit 5,29 Milliarden im Vorjahr.

Analysten bleiben gespalten: Wolfe Research hob die Einstufung auf "Outperform" mit Kursziel 220 Dollar an. Morgan Stanley dagegen stufte auf "Equalweight" ab und nennt Bewertungsbedenken – Kursziel 236 Dollar. BMO Capital hält an "Outperform" mit 254 Dollar fest. Mit einem KGV von 12,26 erscheint die Aktie im Verhältnis zu ihrer Wachstumsdynamik günstig bewertet.

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