CATL ordnet seine Technologieroadmap neu und bestätigt den großflächigen Einsatz von Natrium-Ionen-Batterien ab 2026. Gleichzeitig deuten Produktionsprognosen auf einen schwächeren Start ins Jahr hin. Wie wirkt sich diese Kombination aus langfristigem Wachstumstreiber und kurzfristiger Delle auf das Chance-Risiko-Profil aus?

Natrium-Ionen schaffen regulatorischen Durchbruch

Größter Kurstreiber ist aktuell der technologische Fortschritt: CATLs Natrium-Ionen-Batterien haben die neue nationale Sicherheitsnorm GB 38031-2025 in China bestanden. Damit fällt eine zentrale regulatorische Hürde, was eine breite industrielle Nutzung ermöglicht.

Das Management hat auf einer jüngsten Lieferantenkonferenz bekräftigt, die Natrium-Ionen-Technologie 2026 in mehreren Bereichen auszurollen, darunter Pkw und stationäre Energiespeicher.

Der Schritt zielt klar darauf ab, die Abhängigkeit von Lithium zu verringern. Die verfolgte „Dual-Star“-Strategie, also die parallele Entwicklung von Natrium-Ionen- und Lithium-Ionen-Batterien, dient als Absicherung gegen Rohstoffknappheit und Preisschwankungen. Im Unterschied zu vielen Wettbewerbern verfügt CATL nun über zertifizierte, kommerziell einsetzbare Natrium-Ionen-Produkte, die in bestehende Lieferketten der Kunden integriert werden können.

Produktion: Kurzfristige Schwäche

Trotz der positiven Technologie-News zeigen die kurzfristigen Produktionsdaten ein verhalteneres Bild. Laut Citi Research dürfte die geplante Produktion der großen Batteriehersteller in Festlandchina im Januar 2026 im Monatsvergleich um rund 7 % sinken. Für CATL wird ein Rückgang von bis zu 10 % erwartet.

Genannt werden vor allem drei Gründe:

  • Übliche saisonale Effekte
  • Laufende Verhandlungen zwischen Batterieherstellern und vorgelagerten Zulieferern
  • Wartungsbedingte Produktionsstopps bei Kathodenmaterial-Herstellern

Diese erwartete temporäre Schwächephase wird nach Einschätzung des Marktes bereits eingepreist und erklärt die derzeitige Seitwärtsbewegung der Aktie um 367 CNY, obwohl die langfristigen Perspektiven durch die Technologieoffensive an Kontur gewinnen.

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Ausbau des Infrastruktur-Netzes

Parallel zur Zellchemie treibt CATL den Ausbau seiner nachgelagerten Dienstleistungen voran. Für 2026 ist der Betrieb von mehr als 3.000 „Choco-Swap“-Batterietauschstationen in über 140 chinesischen Städten geplant.

Damit etabliert das Unternehmen ein eigenes Infrastruktur-Netz, das Nutzerbindung stärkt und wiederkehrende Erlöse jenseits des reinen Batterieverkaufs generiert. Langfristig wird ein Ausbau auf 30.000 Stationen angestrebt, der operative Fokus liegt jedoch zunächst klar auf der Umsetzung des 2026er-Ziels.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

  • Aktueller Kurs: 367,26 CNY
  • Technologie-Meilenstein: Erste Natrium-Ionen-Batterien mit Zertifizierung nach GB 38031-2025
  • Produktionsausblick: Erwarteter Produktionsrückgang im Januar 2026 von bis zu 10 % gegenüber Vormonat
  • Infrastrukturziel: 3.000 aktive Batterietauschstationen bis 2026
  • Analystenziel: Citi bestätigt ein Kursziel von 571 RMB für die A-Aktien

Bewertung und Einordnung

Die aktuelle Bewertung spiegelt ein Spannungsfeld zwischen kurzfristigen Produktionskürzungen und klar identifizierbaren Wachstumstreibern wider. Die für Januar erwartete geringere Auslastung belastet den kurzfristigen Blick auf die Ertragslage.

Dem gegenüber steht der zertifizierte Markteintritt der Natrium-Ionen-Technologie, der einen konkreten Wettbewerbsvorteil und einen Schutz vor einseitigen Rohstoffrisiken schafft. Institutionelle Analysten beziehen diese breitere Rohstoffbasis und die geplante Infrastruktur-Expansion zunehmend in ihre Ergebnisprognosen für 2026 ein, was den langfristigen Investment-Case strukturell stärkt.

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