Der Kreuzfahrtkonzern Carnival meldet für das abgelaufene Quartal historische Bestmarken bei Umsatz und Buchungen. Trotz der vollen Schiffe reagierten Anleger am Freitag enttäuscht und schickten die Papiere ins Minus. Ein teurer Verzicht auf Preisabsicherungen zwingt das Management nun zu einer spürbaren Korrektur der Jahresziele.

Teurer Treibstoff drückt die Gewinnaussichten

Das erste Quartal verlief für den Branchenriesen operativ hervorragend. Mit einem Rekordumsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar kehrte das Unternehmen in die Gewinnzone zurück und übertraf die Analystenerwartungen. Die Freude währte allerdings kurz. Das Management kappte die Prognose für den bereinigten Jahresgewinn je Aktie von 2,48 auf 2,21 US-Dollar.

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Verantwortlich dafür ist die fehlende Absicherung gegen schwankende Energiepreise. Carnival rechnet infolge geopolitischer Spannungen mit Mehrkosten für Treibstoff von über 500 Millionen US-Dollar und kalkuliert für die kommenden Monate mit einem Brent-Ölpreis von durchschnittlich 90 US-Dollar pro Barrel. Operative Verbesserungen können diese Belastung nur zu einem kleinen Teil abfedern.

Die fundamentale Nachfrage bleibt derweil robust. Bereits 85 Prozent der Kapazitäten für das Gesamtjahr 2026 sind ausgebucht, während die Kundeneinlagen ein Allzeithoch von knapp acht Milliarden US-Dollar erreichten. Dennoch reichte dies nicht aus, um den Markt zu beruhigen. Der Aktienkurs gab am Freitag um 4,83 Prozent auf 20,99 Euro nach, womit sich der Verlust seit Jahresbeginn auf über 20 Prozent summiert.

Neues Langfrist-Ziel und Aktienrückkäufe

Um die sinkende Zuversicht am Markt aufzufangen, greift der Verwaltungsrat zu einem bewährten Mittel. Nach den für Mitte April angesetzten Aktionärsversammlungen startet ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar. Flankiert wird diese Maßnahme von der neuen Strategie „PROPEL“, die bis zum Jahr 2029 folgende Kernziele definiert:

  • Steigerung des bereinigten Gewinns je Aktie um mehr als 50 Prozent (Basis 2025)
  • Kapitalrendite (ROIC) von über 16 Prozent
  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen um über 25 Prozent gegenüber 2019
  • Begrenzung des Flottenwachstums auf lediglich drei neue Schiffe

Große Investmentbanken bewerten die Ausgangslage weiterhin konstruktiv. Morgan Stanley sieht das Kursziel bei 31,00 US-Dollar, Truist Securities bei 30,00 US-Dollar. Beide Analystenhäuser verweisen auf die starke Cashflow-Generierung, die den Schuldenabbau trotz der Energiekosten ermöglicht. Die nächste Bewährungsprobe steht mit den Zahlen für das zweite Quartal an, für das Carnival einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,34 US-Dollar anpeilt.

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