Cardano schaltet 2026 einen Gang höher: Mit „Protocol 11“ rückt das nächste große Upgrade in die Testphase – und parallel steht mit „Midnight“ eine neue Privacy-Seitenkette kurz vor dem Start. Genau diese Doppelstrategie aus Technik-Update und neuen Funktionen soll das Netzwerk im Wettbewerb der Smart-Contract-Plattformen nach vorn bringen.

Protocol 11: Mehr Tempo für Plutus

Die Cardano-Governance-Organisation Intersect teilte am 29. Januar mit, dass der Protocol-11-Hard-Fork in der frühen Abstimmungs- und Planungsphase vorankommt. Interessant dabei: Es handelt sich um einen „intra-era hard fork“. Das bedeutet laut Ankündigung, dass sich die Form der Transaktionen nicht ändert – der Aufwand für Wallets, Börsen und andere Infrastruktur soll dadurch geringer ausfallen.

Inhaltlich zielt das Update vor allem auf Leistungsverbesserungen bei Plutus, also der Smart-Contract-Plattform von Cardano. Dazu kommen neue kryptografische Funktionen (über sogenannte Built-ins) sowie „sauberere“ Ledger-Regeln, die die Protokoll-Logik vereinfachen sollen.

Zeitplan für die nächsten Node-Releases:
- Cardano Node 10.6.2: Vorab-Version innerhalb einer Woche, inklusive Hard-Fork-Funktionalität für Tests auf SanchoNet
- Cardano Node 10.7.0: Kandidat für den Mainnet-Hard-Fork innerhalb von drei Wochen

Die Version 10.7.0 soll zunächst die Preview- und PreProd-Umgebungen „forken“, bevor es – abhängig von erfolgreichen Testnet-Rollouts und formellem Benchmarking – ins Mainnet geht. Der Hard Fork Working Group zufolge steht zudem der Name „van Rossem Hard Fork“ im Raum, als Würdigung eines Community-Mitglieds.

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Midnight: Privacy-Schicht „sehr bald“

Während am Kernprotokoll gearbeitet wird, treibt Cardano auch die Privacy-Erweiterung „Midnight“ voran. Gründer Charles Hoskinson stellte das Projekt am 27. Januar in Sapporo offiziell vor und bezeichnete Midnight als „crown jewel“. Der Ansatz: Privacy-Funktionen sollen nutzbar werden, ohne dass Nutzer dafür aus anderen Blockchain-Ökosystemen „umziehen“ müssen.

Der Mainnet-Start sei „sehr bald“ geplant. Eine erste Phase hatte bereits im Dezember 2025 begonnen. Hoskinson formulierte zudem ein ambitioniertes Ziel: Innerhalb eines Jahres soll Midnight im Privacy-Segment durch „hybrid apps“ über sieben Chains hinweg führend werden.

Große Wallets kaufen – trotz fallender Kurse

On-Chain-Daten von Santiment zeigen laut CoinMarketCap, dass größere ADA-Halter zuletzt deutlich zugekauft haben. Wallets mit 100.000 bis 100 Millionen ADA sollen zwischen Ende November 2025 und Januar 2026 rund 454,7 Millionen ADA im Wert von etwa 161 Millionen US-Dollar akkumuliert haben.

Auffällig ist der Kontrast zur Kursentwicklung in diesem Zeitraum: Während ADA laut Quelle um rund 19% nachgab, traten kleinere Retail-Wallets (≤100 ADA) netto als Verkäufer auf. Kann das als Vertrauenssignal gewertet werden? Zumindest zeigt es, dass die großen Adressen den Rücksetzer genutzt haben – unabhängig davon, wie kurzfristig der Markt gerade tickt.

Was 2026 entscheidend wird

Auch abseits der Ankündigungen bleibt die Entwicklungsaktivität hoch: Für die Woche vom 22. Januar werden 448 Commits in 69 Repositories genannt (u. a. Mithril-Client und Ouroboros), eine Woche zuvor sogar 610 Commits in 65 Repositories, inklusive Arbeiten an Basis-Bibliotheken und Forschung zu Hydra als Skalierungsansatz.

Unterm Strich hängt Cardanos Positionierung 2026 an drei Strängen: Protocol 11 (Plutus-Performance und Kryptografie), der Midnight-Mainnet-Launch (Privacy-Funktionen) und die fortlaufende Arbeit an Skalierung (u. a. Ouroboros Leios und Hydra). Kurzfristig steht ADA allerdings weiter unter Druck: Mit 0,32 USD markiert der Coin heute sein 52‑Wochentief.

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