DAX: Iran-Krieg schockt Anleger
Der militärische Konflikt im Nahen Osten hat den deutschen Aktienmarkt fest im Griff und sorgt für nackte Angst auf dem Parkett. Was als geopolitische Anspannung begann, wandelt sich durch die Blockade der Straße von Hormus und explodierende Ölpreise zunehmend zu einem handfesten ökonomischen Risiko für die Weltwirtschaft. Die Flucht aus Risiko-Assets besiegelte für den DAX die schlechteste Handelswoche seit einem Jahr.
Ölpreis als Brandbeschleuniger
Im Zentrum des Börsenbebens steht der Energiemarkt. Da der Schiffsverkehr durch die strategisch entscheidende Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen ist, schossen die Ölnotierungen am Freitag massiv nach oben. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich auf Wochensicht um fast 28 Prozent – eine Bewegung, die Erinnerungen an vergangene Ölschocks weckt.
Für die deutsche Industrie ist dies eine toxische Mischung: Rasant steigende Energiekosten treffen auf eine ohnehin fragile Konjunktur. Marktbeobachter fürchten, dass dieser Preisschock die Inflation erneut anheizen und der Europäischen Zentralbank (EZB) den Spielraum für notwendige Zinssenkungen nehmen könnte. Goldman Sachs warnt bereits davor, dass eine weitere Eskalation das Rezessionsrisiko drastisch erhöhen würde.
Infineon kollabiert, Rüstung gefragt
Auf Unternehmensebene sorgte eine Mischung aus Analystenschelte und schwachen Ausblicken für zusätzlichen Verkaufsdruck. Die Aktie von Infineon brach um über 7 Prozent ein und markierte das Schlusslicht im DAX. Auslöser war eine Herabstufung durch die UBS, die ihr Rating auf „Neutral“ senkte und das Kursziel einkassierte. Auch DHL und Merck enttäuschten die Investoren mit verhaltenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2026, was zu deutlichen Kursabschlägen führte.
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Einzig der Rüstungssektor konnte sich dem Abwärtssog entziehen. Rheinmetall legte gegen den Trend um 3 Prozent zu, da Anleger angesichts der Nachrichtenlage – von Raketenbeschuss Richtung Türkei bis zu Angriffen auf Kriegsschiffe – verstärkt auf Verteidigungswerte setzten.
Charttechnik: Wichtige Marke gefallen
Der charttechnische Schaden zum Wochenausklang ist immens. Nachdem der DAX kurzzeitig Hoffnung auf eine Erholung machte, übernahmen die Bären am Freitagnachmittag wieder das Ruder und drückten den Index unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten. Mit einem Schlussstand von 23.526 Zählern wurde die Stabilisierung vom Donnerstag vollständig negiert.
Der Fokus liegt nun auf der Unterstützungszone um 23.476 Punkte. Sollte diese Marke zum Handelsstart am Montag, den 9. März 2026, nicht halten, drohen weitere Abverkäufe in Richtung 23.000 Punkte. Entscheidend für die Eröffnung werden die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende sein – Analysten von Barclays halten bei anhaltendem Konflikt Ölpreise von bis zu 120 Dollar für möglich, was den Druck auf den Aktienmarkt weiter verschärfen würde.
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