Cardano steht diese Woche zwischen Politik und Technik. Gründer Charles Hoskinson schießt öffentlich gegen den US-Entwurf des Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act). Gleichzeitig rückt mit „Midnight“ eine privacy-fokussierte Partner-Chain kurz vor den Mainnet-Start – und damit ein zentrales Projekt für 2026.

Hoskinson gegen den CLARITY Act

Hoskinson bezeichnete den CLARITY Act als „horrible, trash bill“. Sein Kernvorwurf: Neue Krypto-Projekte würden faktisch standardmäßig als Wertpapiere behandelt. Damit läge die weitere Einordnung stark bei der SEC – über einen Regelsetzungsprozess, den künftige Regierungen aus seiner Sicht politisch nutzen könnten.

Die Debatte fällt in eine ohnehin schwierige Phase: Gespräche im Senat stockten, weil Banken und Krypto-Unternehmen bis zur Frist am 1. März keine Einigung zu Stablecoin-Vergütungsmodellen erzielt hätten.

Riss in der Branche – Streit mit Ripple

Der Konflikt hat auch eine Trennlinie innerhalb der Industrie sichtbar gemacht. Hoskinson kritisierte Ripple-CEO Brad Garlinghouse für dessen Unterstützung des CLARITY Act. Garlinghouse argumentiert dagegen, dass regulatorische Klarheit – selbst wenn sie nicht perfekt ist – besser sei als anhaltende Unsicherheit.

Hoskinson stört vor allem, dass Entwickler nach seiner Darstellung zu wenig Schutz bekämen und neue Projekte „als Security starten“ müssten. Zudem hält er das Tempo für fragwürdig, wenn das Gesetz später jederzeit geändert werden könne. Er warnt außerdem vor einem Effekt, bei dem „Legacy“-Projekte wie XRP, Cardano und Ethereum möglicherweise Bestandsschutz („grandfathered in“) erhielten, während neue Startups von Tag eins an höhere Hürden hätten.

Der Entwurf hat bereits eine relevante Hürde genommen: Das Repräsentantenhaus verabschiedete ihn im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen. JPMorgan-Analysten sehen in dem Gesetz die Chance, rechtliche Unsicherheit zu reduzieren und bei einer Verabschiedung bis Mitte 2026 mehr institutionelles Kapital anzuziehen. Außerdem könnte es neuen Projekten erlauben, bis zu 75 Mio. US-Dollar pro Jahr einzuwerben, ohne eine vollständige SEC-Freigabe.

Midnight: Mainnet-Start Ende März

Parallel zur Regulierungsdebatte nähert sich Cardanos wichtigstes technisches Ereignis 2026. Hoskinson kündigte an, dass „Midnight“ in der letzten Märzwoche als Partner-Chain zu Cardano live gehen soll. Die Chain setzt auf Zero-Knowledge-Smart-Contracts. Eine LayerZero-Integration soll zudem „trustless“ Messaging zwischen Blockchains wie Ethereum ermöglichen.

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Midnight nutzt Zero-Knowledge-(ZK)-Beweise für „selektive Offenlegung“. Nutzer können demnach nur die Informationen preisgeben, die sie teilen wollen, während der Rest privat bleibt. Gleichzeitig ist das Design darauf ausgelegt, Transaktionsdaten bei Bedarf Behörden offenlegen zu können, ohne sie öffentlich zu machen. Das grenzt Midnight von vollständig anonymen Netzwerken wie Monero oder Zcash ab und positioniert es als „compliance-freundlicher“.

Als Validatoren sind laut Text Vereinbarungen mit Google, MoneyGram, Telegram und Vodafone geschlossen worden. Der NIGHT-Token startete im Dezember vergangenen Jahres und kommt demnach auf eine Marktkapitalisierung von über 986 Mio. US-Dollar. Zum Testnet heißt es, die Slot-Zahl sei auf über 295 Mio. gestiegen, Transaktionen lägen „in den Tausenden“.

Marktbild: Verkaufsdruck, Upgrades, Institutionelle

On-Chain-Daten deuten laut Artikel auf Verkaufsdruck durch große Adressen hin: In der vergangenen Woche seien rund 210 Mio. ADA im Wert von mehr als 56,7 Mio. US-Dollar verkauft worden. Daraus leitet der Text ein Risiko eines Rückgangs um 31% ab. Zudem habe ADA Schwierigkeiten, den Widerstand bei 0,28 US-Dollar zu überwinden. Hoskinson unterstützt laut Artikel zwar den GENIUS Act, doch die Stimmung bleibe schwach.

Auf der Entwicklungsseite gab es am 21. Februar eine „Protocol Version 11“-Hard-Fork innerhalb der Ära, mit gezielten Verbesserungen für Plutus und die Ledger-Sicherheit. Genannt werden außerdem 683 Commits über 74 Repositories und mehr als 63 Mio. geänderte Codezeilen; führend sei „ouroboros-consensus“ mit 118 Commits gewesen, weitere Schwerpunkte „mithril“ und „plutus“.

Institutionell kam Bewegung über neue Produkte: CME ADA Futures starteten im Februar, auch wenn die Spot-Nachfrage laut Text weiter zurückhaltend sei. Grayscale erhöhte zudem die ADA-Gewichtung in seinem Smart Contract Platform Fund.

Im DeFi-Teil nennt der Artikel Cross-Chain-Zuflüsse von über 80 Mio. US-Dollar, wobei „USDCx“ eine wichtige Rolle für Liquidität und Zugänglichkeit spiele. Gleichzeitig sei der in Cardanos DeFi gebundene Wert (TVL) auf 137 Mio. US-Dollar gefallen und liege damit deutlich unter dem Niveau anderer, jüngerer Netzwerke.

Zum Abschluss skizziert der Text Cardanos „Vision 2030“: Ziele seien 3 Mrd. US-Dollar TVL, 1 Mio. monatlich aktive Wallets und 324 Mio. Transaktionen pro Jahr bis 2030. Forschungsseitig wird „Ouroboros Leios“ als Skalierungsprojekt genannt, das 2026 die Durchsatzleistung deutlich erhöhen soll; als Community-Zielgröße werden rund 1.000 TPS durch optimierte Block-Weiterleitung und Validierung erwähnt.

In den nächsten Wochen verdichtet sich damit alles auf zwei Treiber: die politische Debatte um den CLARITY Act und den angekündigten Mainnet-Start von Midnight in der letzten Märzwoche. Der Artikel stellt dabei klar: Eine pünktliche, reibungslose Auslieferung – vor allem von Midnight – könnte Nutzen und Entwicklerinteresse stützen, während Verzögerungen oder technische Probleme das derzeit zähe Sentiment verlängern könnten.

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