Cardano: Marktbericht neu
Cardano gerät zum Wochenstart von mehreren Seiten unter Beschuss: schwaches Sentiment am Kryptomarkt, geopolitische Spannungen und ein angeschlagenes Chartbild setzen den Kurs unter Druck. Gleichzeitig wächst im Hintergrund die Einbindung in die traditionelle Finanzwelt – inklusive geplanter CME-Futures und ETF-Hoffnung. Wie passt diese Mischung aus kurzfristiger Schwäche und strukturellem Ausbau zusammen?
Technische Lage: Unterstützung im Fokus
ADA notiert derzeit im Bereich von 0,37 US‑Dollar und damit gut 57 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 0,87 US‑Dollar. Vom 52‑Wochen-Tief bei 0,33 US‑Dollar ist der Coin allerdings noch rund 11 % entfernt – die Spanne nach unten bleibt also spürbar.
Charttechnisch liefert die Entwicklung aktuell bearish geprägte Signale:
- Der Kurs liegt rund 5,8 % unter dem 50‑Tage-Durchschnitt (0,39 US‑Dollar) und deutlich unter dem 100‑Tage-Durchschnitt von 0,48 US‑Dollar.
- Der RSI (14 Tage) steht mit 32,5 knapp über der klassischen Überverkauft-Schwelle. Das signalisiert klaren Abgabedruck, aber noch keinen extremen Ausverkauf.
Wesentliche kurzfristige Marke bleibt der Bereich um das jüngste lokale Tief bei etwa 0,345 US‑Dollar. Darunter rückt die mehrjährige Unterstützungszone um 0,32 US‑Dollar in den Vordergrund, die zuletzt Ende Dezember 2025 getestet wurde. Hält diese Zone, wäre das ein wichtiges Argument gegen ein tieferes Abrutschen.
Makrobelastung und Derivate-Dynamik
Der jüngste Rücksetzer fällt in ein deutlich „risk-off“-geprägtes Umfeld. Auslöser ist insbesondere die Zuspitzung der US‑EU-Handelsspannungen im Zuge der sogenannten „Greenland Tariff“-Thematik. Anleger schichten in großem Stil in vermeintlich sichere Häfen um – Gold markiert mit 4.689 US‑Dollar je Unze ein Rekordhoch, während Krypto-Assets verkauft werden.
Parallel dazu explodiert die Aktivität im Derivatemarkt. Auf BitMEX ist das Volumen der Cardano-Futures binnen 24 Stunden um mehr als 1.260.000 % auf 624,51 Mio. US‑Dollar hochgeschnellt. Die Daten deuten auf eine kräftige Umpositionierung hin: Marktteilnehmer sichern Bestände ab oder setzen gezielt auf die gestiegene Volatilität.
Auch am Kassamarkt zieht das Geschehen deutlich an, die Spot-Volumina über die Börsen steigen um 187 % auf 1,01 Mrd. US‑Dollar. Dieses Muster spricht eher für aktive Preisfindung und intensiven Handel als für eine einseitige Kapitulation.
Bemerkenswert: Trotz der Korrektur haben große Adressen in der Woche vor dem Rückgang rund 180 Mio. US‑Dollar in ADA eingesammelt. On‑Chain-Daten legen damit nahe, dass ein Teil der sogenannten Wale den Rückgang als Gelegenheit für Aufbau oder Aufstockung langfristiger Positionen nutzt.
Institutionelle Schiene: CME-Futures und ETF-Antrag
Mittelfristig erhält Cardano Rückenwind von der institutionellen Seite. Zwei Punkte stechen heraus:
CME-Futures ab Februar
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Die CME Group plant die Einführung von Cardano-Futures zum 9. Februar 2026, vorbehaltlich regulatorischer Freigabe. Geplant sind Standardkontrakte über 100.000 ADA sowie Micro-Kontrakte über 10.000 ADA. Historisch galten CME-Produkte bei Bitcoin und Ethereum als wichtiger Türöffner für regulierte institutionelle Anleger, die so mit etablierten Instrumenten hedgen oder Engagements aufbauen können.
ETF-Spekulation mit ProShares
Zusätzlich befeuert ein ETF-Antrag die Fantasie: ProShares hat am 16. Januar 2026 einen Spot-ADA-ETF bei der US‑Börsenaufsicht SEC eingereicht. Eine Genehmigung ist offen, doch die Kombination aus anstehender CME-Notierung und einem konkreten ETF-Antrag rückt Cardano in eine kleinere Gruppe von Projekten, die eng an die traditionelle Finanzinfrastruktur andocken.
Diese Entwicklungen ändern kurzfristig nichts am Einfluss geopolitischer Risiken, stärken aber das Argument, dass ADA strukturell stärker in die etablierte Kapitalmarktlandschaft eingebunden wird.
Netzwerk-Weiterentwicklung und Governance-Spannungen
Abseits der Kursdiskussion arbeitet das Cardano-Ökosystem weiter an technischen Upgrades. Die Community hat 71 Mio. US‑Dollar für die Weiterentwicklung von Hydra und Leios bereitgestellt. Leios soll die Transaktionskapazität deutlich erhöhen und befindet sich Mitte Januar nach Angaben aus dem Umfeld zu rund 83 % in der Umsetzung.
Auch die Governance-Ebene bleibt in Bewegung. Gründer Charles Hoskinson hat jüngst den CLARITY Act kritisiert und sich öffentlich in Debatten zur politischen Strategie der Branche eingebracht. Trotz dieser Auseinandersetzungen bleibt die Entwicklungsaktivität hoch – allein am 17. Januar wurden über 90 Code-Commits im Netzwerk registriert.
Ausblick: Zentrale Marken und Termine
Die Marktstimmung rund um Cardano ist aktuell von einem Spannungsfeld geprägt: kurzfristig dominieren Makrorisiken und technische Schwäche, gleichzeitig schreitet die institutionelle und technologische Entwicklung voran.
Für die nächsten Wochen zeichnen sich mehrere Eckpunkte ab:
- Auf der Unterseite ist der Bereich 0,32–0,345 US‑Dollar die entscheidende Unterstützungszone. Ein Bruch darunter würde viele bullish ausgerichtete Szenarien in Frage stellen.
- Auf der Oberseite gilt ein Tagesschluss über etwa 0,39 US‑Dollar als Signal, dass der unmittelbare Abwärtsdruck nachlässt und die Erholungschancen zunehmen.
- Am 9. Februar 2026 steht mit dem geplanten Start der CME-Futures ein klarer Termin im Kalender, der zusätzliche Liquidität und Aufmerksamkeit bringen kann – positiv wirkt er jedoch vor allem dann, wenn die aktuelle Unterstützungszone bis dahin hält.
Damit bleibt Cardano derzeit ein Markt mit hohem Risiko, aber auch klar benennbaren Triggern auf Sicht der nächsten Wochen.
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