Cardano steht im Januar 2026 an einem spannenden Punkt: Auf der einen Seite ein Kurs, der weit von früheren Höchstständen entfernt ist, auf der anderen Seite deutliche Signale von Großinvestoren und neue Instrumente für den institutionellen Handel. Im Zentrum stehen dabei die jüngste Wal-Akkumulation und der geplante Start von Cardano-Futures an der CME. Entscheidend ist nun, ob diese Entwicklungen ausreichen, um dem seit Monaten belasteten Kurs neuen Rückenwind zu geben.

Kursbild und Marktumfeld

ADA notiert aktuell bei rund 0,39 US-Dollar und liegt damit weiterhin deutlich unter früheren Spitzenwerten. Im Vergleich zum Jahreshöchststand der vergangenen zwölf Monate hat sich der Kurs mehr als halbiert, der Abstand beträgt knapp 55 Prozent.

Trotzdem zeigt sich kurzfristig eine gewisse Stabilisierung: Auf Wochensicht ist die Veränderung gering, auf Monatssicht steht ein leichtes Plus. Gleichzeitig signalisiert ein 14-Tage-RSI von 32,5 einen Bereich nahe der Überverkauft-Zone. Der Kurs pendelt um den 50-Tage-Durchschnitt von 0,40 US-Dollar, während der 100-Tage-Durchschnitt mit 0,49 US-Dollar deutlich höher liegt – ein Hinweis auf den übergeordneten Abwärtstrend.

Aus technischer Sicht rückt damit vor allem die Zone um 0,38 US-Dollar in den Fokus. Sie fungiert aktuell als wichtige Unterstützung und spielt auch beim Verhalten großer Marktteilnehmer eine zentrale Rolle.

Wal-Käufe an der Unterstützung

Am 17. Januar zeigten On-Chain-Daten eine auffällige Aktivität eines Großinvestors. Zwei Wallets, die demselben Halter zugerechnet werden, transferierten zunächst 7,9 Millionen USDC auf die Börse Hyperliquid. Anschließend wurden in mehr als zehn Einzelorders insgesamt 6,46 Millionen ADA zu einem durchschnittlichen Preis von 0,38 US-Dollar eingesammelt – ein Positionsaufbau im Volumen von rund 2,5 Millionen US-Dollar.

Analysten ordnen ein solches Vorgehen typischerweise als Verhalten „informierter“ Marktteilnehmer ein, die verstärkt in Phasen wahrgenommener Unterbewertung aktiv werden. Bemerkenswert ist, dass der Einstiegsbereich dieses Investors genau mit der relevanten technischen Unterstützung zusammenfällt. Damit gewinnt die Marke von 0,38 US-Dollar zusätzlich an Bedeutung: Sie ist nicht nur charttechnisch, sondern auch aus On-Chain-Sicht ein Schlüsselniveau.

Mit einer Marktkapitalisierung von 14,48 Milliarden US-Dollar zählt Cardano laut CoinDesk weiterhin zu den größten Kryptowährungen weltweit und rangiert aktuell auf Platz 12. Trotz der deutlichen Korrektur bleibt das Netzwerk damit ein Schwergewicht unter den Proof-of-Stake-Plattformen.

CME-Futures: Nächster Schritt Richtung Institutionen

Ein weiterer wichtiger Treiber ist der Ausbau der institutionellen Infrastruktur. Die CME Group, die größte Terminbörse der Welt, plant für den 9. Februar 2026 (vorbehaltlich Genehmigung) die Einführung von Cardano-Futures. ADA reiht sich damit in eine exklusive Gruppe ein: Bereits gelistet sind unter anderem Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana.

Die neuen Produkte sind in zwei Kontraktgrößen vorgesehen:
- Standard-Kontrakt: 100.000 ADA
- Micro-Kontrakt: 10.000 ADA

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Die CME begründet den Schritt mit der anhaltend hohen Dynamik im Kryptomarkt und der Nachfrage institutioneller Kunden nach regulierten Instrumenten zur Absicherung und zum Marktzugang. Historisch waren CME-Listings bei anderen Coins häufig ein Vorläufer für weitere institutionelle Angebote, etwa Spot-ETFs.

Tatsächlich taucht Cardano bereits in mehreren ETF-Anträgen auf, darunter im Cyber Hornet S&P Crypto 10 ETF und im ProShares CoinDesk Crypto 20 ETF. In letzterem ist ADA mit rund 3,1 Prozent gewichtet. Die geplanten Futures unterstreichen damit das wachsende Vertrauen in Liquidität und Preisbildung der Kryptowährung.

Protokoll-Upgrades und Governance

Parallel zur Marktseite entwickelt sich das Cardano-Protokoll technisch weiter. Für das anstehende Upgrade auf „Protocol Version 11“ liegt ein Governance-Vorschlag vor, dieses als „van Rossem Hard Fork“ zu benennen. Es handelt sich um eine sogenannte „intra-era“-Hard Fork, also ein Upgrade innerhalb der bestehenden Ledger-Ära, ohne grundlegenden Epochenwechsel.

Geplant sind unter anderem:
- Verbesserte Plutus-Primitives für Smart Contracts
- Optimierungen bei der Eindeutigkeit von VRF-Schlüsseln
- Anpassungen bei den Regeln für Referenzeingaben

Auch im Governance-Bereich selbst werden die Strukturen überarbeitet. Die Verfassungsversion 2.4 befindet sich derzeit in der Abstimmung und kommt auf eine DRep-Zustimmung von knapp 68 Prozent. Ziel ist es, Prozesse zu verschlanken, etwa durch den Wegfall unverbindlicher Erwartungsformulierungen und der bisherigen „Budget Info Action“.

Ein weiterer Vorschlag begrenzt mögliche Treasury-Abhebungen: Für den Zeitraum von Epoch 613 (ab 13. Februar 2026) bis Epoch 713 (bis 3. Juli 2027) soll ein Gesamtlimit von 350 Millionen ADA gelten. Damit werden finanzielle Spielräume des Protokolls klarer definiert.

Beim Leios-Upgrade, das auf eine bessere Skalierbarkeit und höheren Durchsatz abzielt, meldet der öffentliche Fortschrittstracker von IOG einen Projektstatus von 83 Prozent. Es wird gleichzeitig an Spezifikation, Simulationen und Implementierung gearbeitet.

Unternehmenspartnerschaften und Ökosystem

Auf der Integrationsseite sorgt insbesondere Google Cloud für Aufmerksamkeit. Der Cloud-Anbieter betreibt inzwischen einen Cardano-Stakepool auf dem Preview-Testnet und tritt zudem als Validator im Midnight-Netzwerk auf. Midnight ist eine mit Cardano verbundene, datenschutzorientierte Blockchain.

Für den Midnight-Token NIGHT wurden am 15. Januar 2026 Perpetual-Futures auf Coinbase International Exchange und Coinbase Advanced gestartet. Der Handel mit NIGHT-PERP erweitert die Derivate-Landschaft im Cardano-Ökosystem und zeigt, dass auch verbundene Projekte zunehmend in den Fokus von Börsen rücken.

Ausblick: Entscheidende Unterstützung und Termin im Februar

Für die nächsten Wochen kristallisieren sich zwei zentrale Faktoren heraus: die technische Zone um 0,38 US-Dollar und der geplante Start der CME-Futures am 9. Februar. Hält der Kurs die Unterstützung und bleibt das Interesse großer Adressen hoch, wäre ein Test des kurzfristigen Widerstandsbereichs um 0,43 US-Dollar ein plausibles Szenario. Fällt ADA hingegen nachhaltig unter die aktuelle Haltemarke, würde das die jüngste Akkumulationsstory der Wale konterkarieren und den Fokus wieder stärker auf niedrigere Kursregionen lenken.

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