Cardano (ADA) steckt kurzfristig in einem schwierigen Marktumfeld, arbeitet aber zugleich intensiv an seinen langfristigen Grundlagen. Während der Kurs unter Druck steht, treibt die Community zentrale Governance-Reformen voran und gewinnt zusätzliches Interesse von institutioneller Seite. Die eigentliche Frage ist daher: Wie stark können diese strukturellen Fortschritte den aktuellen Abwärtstrend abfedern?

Kurzfristig schwach, langfristige Muster

In den vergangenen Tagen hat ADA weiter nachgegeben und notiert mit rund 0,36 US‑Dollar deutlich unter dem 50‑ und 100‑Tage-Durchschnitt. Der Abstand von fast 59 % zum 52‑Wochen-Hoch zeigt, wie stark der Coin seit den Hochpunkten ausgebremst wurde, auch wenn er nur knapp über dem jüngsten Jahrestief liegt.

Technisch dominiert vorerst ein belastetes Bild. Auf dem Vier-Stunden-Chart ist das erste „Death Cross“ des Jahres 2026 aufgetaucht – ein Signal, das häufig mit anhaltendem Abwärtsdruck assoziiert wird. Parallel ist das Handelsvolumen zuletzt um 43 % eingebrochen, was auf Zurückhaltung im Markt und geringere Dynamik hindeutet.

Ganz einseitig ist das Bild jedoch nicht. Charttechniker verweisen auf eine mögliche „Cup-and-Handle“-Formation, die bei einem Bruch des Widerstands um 0,423 US‑Dollar theoretisch Raum in Richtung 0,517 US‑Dollar öffnen könnte. Flankiert wird diese Sicht von On-Chain-Daten: Große Adressen („Whales“) sollen seit Jahresbeginn rund 210 Millionen ADA aufgesammelt haben – ein Signal, das Marktbeobachter als Vertrauensbeweis der Großanleger werten.

Governance: Cardano 2030 und neue Verfassung

Deutlich klarer nach oben zeigt die Entwicklung in der Governance-Struktur des Netzwerks. Diese Woche wurden gleich zwei wichtige Meilensteine erreicht, die die Entscheidungsprozesse auf der Blockchain langfristig prägen dürften.

  • DReps (Delegated Representatives) haben das Rahmenwerk „Cardano 2030 Vision“ unterstützt
  • Zustimmung: 67,80 % der teilnehmenden DReps
  • Repräsentierte Stimmkraft: 3,77 Milliarden ADA
  • Ziel: gemeinsame, community-getriebene Strategie für die nächsten Jahre

Mit der „Cardano 2030 Vision“ legt das Netzwerk einen übergeordneten Fahrplan fest, an dem sich künftige Entscheidungen orientieren sollen. Damit wird Governance stärker formalisiert und an klaren Leitplanken ausgerichtet.

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Parallel wurde eine neue Version der Cardano-Verfassung direkt on-chain ratifiziert. 79 % der aktiven DRep-Stimmanteile stimmten zu. Diese Verfassung tritt zum nächsten Epoch-Wechsel am 24. Januar in Kraft und wird zur höchsten Referenz für alle künftigen on-chain-Entscheidungen. Aus Marktsicht stärkt das die Wahrnehmung Cardanos als Projekt mit belastbarer, kodifizierter Governance-Struktur.

Auch operativ wächst das Netzwerk weiter: Die Zahl der Transaktionen auf dem Mainnet hat inzwischen 118,4 Millionen überschritten, was die anhaltende Nutzung der Blockchain unterstreicht – trotz schwächerer Kursphase.

Institutionelles Interesse und Regulierung

Auf der institutionellen Seite kommen ebenfalls neue Impulse. In Deutschland hat die DZ Bank die aufsichtsrechtliche Erlaubnis erhalten, digitalen Handel anzubieten, und ADA in ihr Krypto-Angebot aufgenommen. Für Cardano bedeutet das: Zugang zu einem regulierten Umfeld und zu Kunden, die auf etablierte Finanzinstitute setzen.

Ein weiterer Baustein ist der geplante Start von Cardano-Futures an der CME Group am 9. Februar. Solche standardisierten Derivate gelten als wichtiger Schritt zu höherer Marktliquidität und professioneller Absicherung. Für ADA könnte dies mittelfristig zu engeren Spreads, mehr Handelsvolumen und einer stärkeren Einbindung in institutionelle Strategien führen.

Fazit: Fundament baut sich auf, Kurs hängt hinterher

Unterm Strich prallen bei Cardano derzeit zwei Ebenen aufeinander: kurzfristig schwache Technik mit Death Cross, niedrigerem Volumen und einem Kurs nahe dem Jahrestief – und gleichzeitig spürbare Fortschritte bei Governance, Community-Beteiligung und institutioneller Anbindung. In den kommenden Wochen werden vor allem zwei Faktoren entscheidend sein: ob die Governance-Reformen und das „Cardano 2030“-Framework das Vertrauen langfristiger Investoren weiter stärken und ob mit dem Start der CME-Futures tatsächlich zusätzliche Liquidität und Stabilität in den Markt kommen.

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