BYD legt in Hongkong zu, obwohl gleich mehrere Nachrichten das Umfeld für den Autobauer anspruchsvoller machen. Steigende Kosten durch einen drohenden Engpass bei Speicherchips treffen auf politische Risiken rund um Exportförderungen – gleichzeitig präsentiert das Unternehmen eine neue Schnellladetechnologie mit Signalwirkung. Wie robust ist das aktuelle Wachstumsprofil unter diesen Bedingungen?

  • Aktie in Hongkong mit moderatem Plus
  • Warnung vor steigenden Speicherchip-Kosten
  • Neue Schnellladetechnologie vorgestellt
  • Diskussion um Exportsteuerrabatte in China
  • BYD als weltweiter Marktführer bei E-Autos

Kostendruck durch Speicherchips

Ein Research-Bericht von Wells Fargo warnte heute vor einem sich abzeichnenden globalen Engpass bei Speicherchips im Jahr 2026. Hintergrund ist laut der Analyse eine stark steigende Nachfrage aus Rechenzentren, die die verfügbare Produktion binden und die Preise treiben könnte.

Für Autohersteller, insbesondere Anbieter von Elektrofahrzeugen, wären höhere Speicherpreise ein direkter Kostentreiber. Laut den zitierten Schätzungen liegen die DRAM-Kosten je Fahrzeug derzeit zwischen 50 und 110 US-Dollar. Steigende Preise in dieser Komponente könnten die Margen der Branche im laufenden Jahr spürbar belasten.

BYD kontert mit Schnellladetechnik

Für einen Gegenakzent sorgte BYD selbst: Managerin Stella Li stellte heute beim Weltwirtschaftsforum eine neue Flash-Charging-Technologie vor. Nach Unternehmensangaben erhöht die Entwicklung die Ladeeffizienz um den Faktor 30 bis 40.

Konkret soll damit möglich sein, innerhalb von zwei bis fünf Minuten Strom für rund 500 Meilen Reichweite nachzuladen. Gelingt die Umsetzung im Serienbetrieb wie angekündigt, könnte das ein wichtiges Argument gegen die verbreitete Sorge langer Ladezeiten werden.

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Änderungen bei Exportanreizen

Zusätzlich kursierten heute Berichte aus Peking, wonach die Regierung Exportsteuerrabatte für Hersteller von Solarprodukten und Batterien für Elektrofahrzeuge kürzen oder ganz streichen will. Beobachter werten dies als Versuch, eine Konsolidierung in stark fragmentierten Branchen anzustoßen.

Für chinesische Produzenten würde eine solche Änderung tendenziell auf die Marge drücken, da ein bislang bestehender Kostenvorteil im Exportgeschäft schrumpfen könnte. Damit steigt der Druck, Effizienzgewinne und Skalen- oder Technologievorteile stärker auszuspielen.

Marktposition und internationale Expansion

Die aktuellen Entwicklungen treffen BYD in einer Phase, in der der Konzern seine Führungsrolle im Markt für neue Energiefahrzeuge ausgebaut hat. 2025 verkaufte das Unternehmen 2,26 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge und lag damit klar vor Tesla mit 1,64 Millionen Einheiten.

Treiber dieser Verschiebung war unter anderem ein sehr starkes Auslandsgeschäft: Die internationalen Verkäufe von BYD legten um 145 % zu, während Teslas Gesamtabsatz im gleichen Zeitraum um 8,6 % zurückging.

Regulatorische Impulse hatten das Umfeld zuletzt eher gestützt. In der Vorwoche sorgten Entscheidungen aus Kanada und Deutschland für Rückenwind: Kanada senkte Importzölle auf chinesische Elektroautos deutlich, Deutschland führte bestimmte Förderungen für E-Fahrzeuge wieder ein. Parallel treibt BYD seine internationale Produktion voran, um die Abhängigkeit von Handelszöllen zu verringern. Neue Werke in Ungarn und Brasilien sollen den Ausstoß in wichtigen Märkten vor Ort sichern.

Ausblick: Kosten gegen Expansion

Im Fokus steht nun der nächste Quartalsbericht, an dem der Markt ablesen wird, wie sich der starke Ausbau des internationalen Geschäfts mit möglichen Kostenanstiegen bei Komponenten verträgt. Besonderes Interesse gilt den Plänen für ein neues Werk in Mexiko, zu dem in Kürze eine Standortentscheidung erwartet wird.

Analysten zeigen sich mehrheitlich zuversichtlich, die Konsensmeinung liegt überwiegend bei „Strong Buy“ oder „Buy“. Entscheidend wird, in welchem Umfang BYDs vertikale Integration und die vorgestellten technologischen Neuerungen im Jahr 2026 steigende Beschaffungskosten und mögliche Einschnitte bei Exportanreizen ausgleichen können.

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