BYD Aktie: Sitzungsbeschlüsse präsentiert
BYD hat Tesla 2025 als weltweit größten Anbieter von batterieelektrischen Fahrzeugen abgelöst – ein Einschnitt für die gesamte Branche. Parallel dazu gewinnt der Konzern in wichtigen Märkten wie Großbritannien und Australien spürbar an Boden. An der Börse dominieren dennoch Sorgen um auslaufende Subventionen in China: Die Aktie gab zum Wochenstart nach.
BYD überholt Tesla weltweit
Nach aktuellen Daten für das Gesamtjahr 2025 liegt BYD bei batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) vor Tesla.
Wesentliche Kennzahlen:
- BYD BEV-Auslieferungen 2025: rund 2,26 Mio. Fahrzeuge (+ ca. 28 % gegenüber Vorjahr)
- Tesla BEV-Auslieferungen 2025: rund 1,64 Mio. Fahrzeuge (Rückgang um fast 9 % gegenüber 2024)
- BYD Gesamtabsatz inkl. Plug-in-Hybriden (PHEV): etwa 4,6 Mio. Fahrzeuge
Die Zahlen unterstreichen BYDs Volumenstrategie. Gleichzeitig verschiebt sich das Kräfteverhältnis in einzelnen Regionen deutlich.
Europa und Asien-Pazifik im Fokus
Großbritannien: Lücke schrumpft deutlich
Im britischen Markt hat BYD im Dezember 2025 stark aufgeholt:
- BYD: Neuzulassungen nahezu verfünffacht auf 5.194 Fahrzeuge im Dezember (gegenüber Vorjahresmonat)
- Tesla: Neuzulassungen um 29 % rückläufig auf 6.323 Fahrzeuge
Der Abstand zwischen beiden Anbietern liegt damit nur noch bei gut 1.000 Einheiten. Das deutet darauf hin, dass BYDs Exportoffensive im Vereinigten Königreich schneller greift als vielfach erwartet.
Australien: Führungswechsel nach Volumen
In Australien zeigt sich ein gemischtes Bild:
- Bei reinen Elektroautos (BEV) bleibt Tesla 2025 mit 28.856 Auslieferungen an der Spitze, allerdings mit einem Rückgang von 24,8 %.
- BYD dürfte im BEV-Segment auf rund 23.000 Fahrzeuge kommen.
Rechnet man jedoch Plug-in-Hybride hinzu – etwa Modelle wie den Shark 6 – steigt BYDs Markenvolumen in Australien auf über 45.000 Fahrzeuge. Damit überholt der Konzern Tesla beim Gesamtmarktauftritt klar.
Subventionsende belastet die Aktie
An der Börse spiegelt sich der operative Erfolg derzeit nur begrenzt wider.
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- In Hongkong verlor die BYD-Aktie (1211.HK) am Montag knapp 3 %.
- Das US-OTC-Papier (BYDDF) schloss bei 12,44 US-Dollar (-3,21 %).
Im Mittelpunkt steht die Furcht vor dem Auslaufen chinesischer E-Auto-Subventionen im Januar 2026. Marktteilnehmer rechnen damit, dass das die Margen im Heimatmarkt unter Druck setzen könnte.
Hinzu kommt Skepsis gegenüber der hohen Schlagzahl beim Ausbau: BYD hat im vierten Quartal 2025 spürbar Lagerbestände aufgebaut, vermutlich um die letzten Förderungen optimal zu nutzen. Daraus leitet sich die Sorge ab, dass die Nachfrage im ersten Quartal 2026 vorübergehend nachlassen könnte.
Auf der anderen Seite betont etwa Goldman Sachs die starke vertikale Integration von BYD – insbesondere bei Batterien und Chips – als wichtigen Schutz in einem Umfeld zunehmender Preiskämpfe.
Verschiebung im globalen EV-Markt
Die Branche startet mit gegensätzlichen Trends ins Jahr 2026. In Großbritannien weist der Verband SMMT darauf hin, dass hohe Rabatte nötig sind, um Elektrofahrzeuge zu verkaufen – im Schnitt rund 11.000 Pfund pro Fahrzeug. Das drückt die Margen in der gesamten Industrie.
In diesem Umfeld hat BYD einen strukturellen Kostenvorteil durch eigene Batterie- und Halbleiterfertigung. Dadurch kann das Unternehmen Preisdruck tendenziell besser abfedern als Hersteller, die stärker auf Zukauf angewiesen sind. Für Tesla wiegt dieser Punkt zusätzlich, da gleichzeitig die weltweiten Auslieferungen 2025 um rund 9 % zurückgingen.
Der Führungswechsel im BEV-Segment ist damit statistisch klar belegt. Während Tesla seinen Fokus stärker auf Themen wie KI und Robotik lenkt, profitiert BYD aktuell von der Nachfrage nach erschwinglicher E-Mobilität und steigenden Stückzahlen selbst in einem bereits gut versorgten Markt.
Ausblick: Exportdaten und Kursmarken im Blick
Für die weitere Entwicklung sind die Verkaufszahlen im Januar und Februar 2026 entscheidend, insbesondere mit Blick auf die Folgen des Subventionsendes in China. Ein zentraler Indikator ist dabei der Exportanteil: Gelingt es BYD, die hohen Wachstumsraten in Regionen wie Europa und Mexiko aufrechtzuerhalten, könnte eine schwächere Inlandsnachfrage teilweise ausgeglichen werden.
Charttechnisch rückt bei den in den USA gehandelten Hinterlegungsscheinen die Unterstützungszone um 12,00 US-Dollar in den Vordergrund. Hält diese Marke und bestätigen die Q1-Absatzzahlen einen robusten Exporttrend, hätte die Aktie eine Basis, sich von der allgemeinen China-Skepsis an den Märkten zu lösen.
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