BYD Aktie: Nachhaltige Entwicklung!
BYD hat Tesla 2025 beim Absatz reiner Elektroautos klar hinter sich gelassen und sich damit an die Spitze des globalen E-Auto-Markts gesetzt. Gleichzeitig wächst der Druck im Heimatmarkt spürbar, während das Auslandsgeschäft neue Rekorde liefert. Wie stabil ist diese neue Führungsrolle?
- 2025: 2,26 Mio. reine E-Autos von BYD vs. 1,6 Mio. bei Tesla
- Insgesamt 4,6 Mio. ausgelieferte Fahrzeuge, +7,7 % zum Vorjahr
- Auslandsgeschäft: 1,05 Mio. Fahrzeuge, +150,7 %
- BYD-Aktie in Hongkong legt zum Jahresauftakt zu
Absatzrekord und Marktverschiebung
BYD meldete heute für 2025 insgesamt 4,6 Mio. ausgelieferte Fahrzeuge, ein Plus von 7,7 % gegenüber 2024. Davon entfielen rund 2,26 Mio. Einheiten auf reine Batterie-Elektrofahrzeuge. Dieses Segment legte im Jahresvergleich um 28 % zu, der Rest bestand aus Plug-in-Hybriden.
Damit erfüllte der Konzern sein im September 2025 gesenktes Jahresziel. Damals hatte BYD die Prognose wegen verschärfter Konkurrenz im Heimatmarkt um 16 % zurückgenommen.
Tesla kam 2025 auf 1,6 Mio. ausgelieferte Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von 8,6 % gegenüber dem Vorjahr und dem bislang größten jährlichen Minus in der Unternehmensgeschichte.
Positive Reaktion der Aktie
Die Börse nahm die Zahlen freundlich auf. Am ersten Handelstag 2026 stiegen die in Hongkong gelisteten BYD-Papiere im Tagesverlauf um bis zu 2,3 %. Die Aktie eröffnete bei 95,35 HK-Dollar und tendierte im weiteren Verlauf fester.
Schwäche in China, Stärke im Ausland
Trotz des globalen Erfolgs war 2025 im Heimatmarkt schwierig. Die Inlandsverkäufe gingen acht Monate in Folge zurück. Im Dezember sackten die Auslieferungen von E-Pkw und Hybriden im Jahresvergleich um 37,7 % ab.
Auch ergebnisseitig zeigte sich der Gegenwind: BYD verzeichnete in den Quartalen Q2 und Q3 2025 jeweils rückläufige Gewinne. Vorstandschef Wang Chuanfu führte die Entwicklung bei einer Investorenveranstaltung im Dezember auf den schwindenden technologischen Vorsprung und eine zu geringe Differenzierung im Produktportfolio zurück. Für 2026 stellte er „wesentliche Innovationen“ in Aussicht.
Auslandsgeschäft als Ausgleich
Das internationale Geschäft entwickelte sich deutlich dynamischer und glich die Schwäche in China zu großen Teilen aus. 2025 setzte BYD außerhalb Chinas 1,05 Mio. Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Anstieg um 150,7 % zum Vorjahr und übertraf die internen Ziele.
Für 2026 peilt das Unternehmen im Ausland zwischen 1,5 und 1,6 Mio. verkaufte Fahrzeuge an.
Ein symbolträchtiger Moment für die Expansion: Im Mai 2025 registrierte BYD in Europa erstmals mehr batterieelektrische Fahrzeuge als Tesla. BYD kam auf 7.231 Einheiten, Tesla auf 7.165. Dies gelang, obwohl die EU nach einem Anti-Subventionsverfahren einen zusätzlichen Zoll von 17 % auf BYD-Fahrzeuge verhängt hatte.
Wettbewerb und Preisdruck im Heimatmarkt
Der chinesische E-Auto-Markt bleibt hoch fragmentiert. Rund 150 Marken und mehr als 50 reine E-Auto-Hersteller konkurrieren um Anteile. BYDs Marktanteil sank laut China Passenger Car Association von einem Hoch von 35 % im Jahr 2023 auf 29 % in den ersten elf Monaten 2025.
Konkurrenten wie Geely, Leapmotor und Xiaomi konnten mit neuen Modellen und schnelleren Innovationszyklen aufholen. BYD reagierte im Mai 2025 mit deutlichen Preissenkungen auf über 20 Modelle. Diese Offensive setzte die gesamte Branche unter Druck und zog regulatorische Aufmerksamkeit auf sich.
In der Folge drosselte BYD die Produktion und verschob geplante Kapazitätserweiterungen. Damit sollte der Preiskampf zumindest teilweise entschärft und die Auslastung besser an die Nachfrage angepasst werden.
Ausblick auf 2026
Trotz des anspruchsvollen Umfelds rechnen Analysten damit, dass BYD weiter schneller wächst als viele Wettbewerber. Schätzungen von Bloomberg zufolge könnten sich die Auslieferungen 2026 auf 5,3 Mio. Fahrzeuge erhöhen. Rückenwind sollen neue Modelle und eine neue Technologieplattform liefern.
Morgan Stanley bleibt mit einer Overweight-Einstufung positiv. Die Bank verweist darauf, dass hohe Short-Positionen in der Aktie bei einer leichten Verbesserung von Absatz und globalem Marktanteil eine sich selbst verstärkende Kurserholung auslösen könnten. Für das Auslandsgeschäft erwartet Morgan Stanley 2026 zwischen 1,6 und 1,8 Mio. verkaufte Fahrzeuge. Das entspräche einem Wachstum von 68 bis 89 % im Vergleich zu 2025.
Wichtiger Termin für Anleger ist der nächste Quartalsbericht am 31. März 2026. Dann legt BYD detaillierte Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor und gibt einen aktualisierten Ausblick auf das laufende Jahr.
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