BYD Aktie: Innovationskraft ungebrochen!
BYD profitiert aktuell von gleich mehreren politischen Entscheidungen auf wichtigen Auslandsmärkten. In Europa stützt die Rückkehr von Kaufprämien in Deutschland die Expansionspläne, in Südamerika gelingt ein Markteintritt in neuer Größenordnung. Parallel dazu zeigen institutionelle Investoren verstärkt Interesse – trotz politischer Spannungen in Nordamerika.
Deutschland bringt E-Subsidy zurück
In Deutschland wurde heute die Kaufprämie für Elektroautos wieder eingeführt. Das Programm „E-Subsidy 2.0“ sieht Zuschüsse von bis zu 6.000 Euro für Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 80.000 Euro vor, für Familien mit Kindern gilt eine Grenze von 90.000 Euro.
Für BYD ist das strategisch wichtig. Der Konzern baut seine Produktion in Ungarn aus und setzt damit auf eine lokale Präsenz in der EU. Diese Struktur ermöglicht die volle Nutzung der europäischen Förderprogramme und reduziert das Risiko zusätzlicher Strafzölle auf reine Importe aus China.
Der Rückenwind trifft auf ein bereits starkes Fundament: 2025 verkaufte BYD weltweit 2,26 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge, ein Plus von 28 % gegenüber dem Vorjahr. Tesla kam im selben Zeitraum auf 1,64 Millionen Einheiten, womit BYD die US-Konkurrenz in diesem Segment hinter sich ließ.
Markteintritt in Argentinien
Zeitgleich meldet BYD einen wichtigen operativen Schritt in Südamerika. Das Schiff „BYD Changzhou“ hat den Hafen von Zárate in Argentinien erreicht und über 5.800 Elektro- und Hybridfahrzeuge entladen. Es handelt sich um die erste größere Lieferung, die unter der neuen Handelspolitik von Präsident Javier Milei erfolgt.
Argentinien erlaubt ab sofort die zollfreie Einfuhr von jährlich 50.000 Elektrofahrzeugen mit einem Preisdeckel von 16.000 US-Dollar. Zuvor konnten Importzölle von bis zu 35 % anfallen. Damit kann BYD seine Skalenvorteile gezielt im Einstiegssegment ausspielen. Lokale Marktbeobachter sprechen davon, dass der Zustrom günstiger Fahrzeuge die heimischen Hersteller deutlich unter Druck setzt.
Institutionelle Käufe und Kanada-Konflikt
An den Kapitalmärkten spiegelt sich die operative Expansion in zunehmendem Interesse institutioneller Investoren wider. Am 21. Januar hat ARK Invest um Cathie Wood weitere BYD-Aktien gekauft. Das passt zum zuletzt starken Zahlenwerk: Für 2025 berichtete BYD einen Umsatz von 121 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 23 % im Jahresvergleich entspricht.
In Nordamerika stößt der Markteintritt dagegen auf politischen Widerstand. Kanada hat die Importzölle auf Elektrofahrzeuge im Rahmen eines neuen Quotenmodells deutlich von 100 % auf 6,1 % gesenkt. Pro Jahr sind nun 49.000 Fahrzeuge importierbar. Politisch ist dieser Schritt jedoch umstritten: Der Premier von Ontario, Doug Ford, forderte am 21. Januar offen zum Boykott chinesischer Elektroautos auf und begründete dies mit Sorge um heimische Arbeitsplätze. Rein preislich eröffnen die gesenkten Zölle BYD die Möglichkeit, Modelle im hohen 30.000‑Dollar-Bereich anzubieten und damit bestehende Angebote deutlich zu unterbieten.
Kursentwicklung und Bewertung
Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen schlagen sich in einer uneinheitlichen Kursentwicklung auf den einzelnen Handelsplätzen nieder:
- Hongkong (HKG): Die Aktie notierte bei 99,75 HKD, ein Plus von 0,71 %. Auffällig war ein großer Kaufblock über 13 Millionen Aktien am heutigen Handelstag.
- OTC-Markt (USD): Das Papier legte um 3,22 % auf 12,82 US-Dollar zu.
- Shenzhen (CNY): Die Inland-Notierung zeigte sich leichter schwächer bei 94,10 CNY (-0,68 %) und damit in einer Konsolidierungsphase.
Wesentliche fundamentale Treiber im Überblick:
- Deutschland: Reaktivierte Förderung von bis zu 6.000 Euro unterstützt die Absatzplanung in der EU.
- Argentinien: Erste Großlieferung von 5.800 Fahrzeugen unter neuer Nullzoll-Quote.
- Marktführerschaft: 2,26 Millionen BEV-Verkäufe 2025 sichern die Spitzenposition vor Tesla.
- Analystenschätzungen: CMBI hat die Gewinnprognose für das vierte Quartal 2025 angehoben, der Konsens sieht ein Kurspotenzial von rund 42 %.
Auf Basis der aktuellen Kurse ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 21,3. Analystenhäuser wie Bernstein stufen die Aktie vor diesem Hintergrund weiterhin mit „Kaufen“ ein und verweisen auf das erwartete Umsatzwachstum sowie die geografische Diversifizierung, insbesondere durch die Standorte in Ungarn und die Expansion nach Südamerika.
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