BYD Aktie: Ausland rettet das Geschäft
Im März lieferte BYD 120.083 Fahrzeuge ins Ausland — der höchste Wert seit drei Monaten und ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Inlandszahlen erzählen eine andere Geschichte: Der siebte Rückgang in Folge auf Jahresbasis macht deutlich, wie stark der chinesische Heimatmarkt unter Druck steht.
Heimatmarkt unter Dauerdruck
Im ersten Quartal 2026 verkaufte BYD insgesamt 700.463 Elektrofahrzeuge — ein Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Preiskampf in China, den BYD 2025 selbst mitangeheizt hatte, hinterlässt tiefe Spuren. Citigroup schätzt, dass das Inlandsgeschäft im ersten Quartal 2026 in die Verlustzone gerutscht sein dürfte. Sollte das zutreffen, wären internationale Verkäufe erstmals der einzige profittragende Teil des Fahrzeuggeschäfts.
Die Jahreszahlen für 2025 unterstreichen den Druck: Der Nettogewinn sank um 19 Prozent, die Bruttomarge schrumpfte von 19,44 auf 17,74 Prozent, und das Umsatzwachstum fiel mit 3,46 Prozent auf den niedrigsten Wert seit sechs Jahren. Gleichzeitig baute BYD rund 100.000 Stellen ab — die Belegschaft sank auf 870.000 Mitarbeiter.
Exportziel angehoben, Infrastruktur folgt
Das Management hat das Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge erhöht, nach zuvor 1,3 Millionen. 2025 hatte BYD erstmals die Millionen-Marke im Auslandsgeschäft geknackt — mit 1,046 Millionen Einheiten und einem Wachstum von 151 Prozent. Im Februar 2026 übertrafen die internationalen Lieferungen erstmals die Inlandsverkäufe.
Um das Exportgeschäft langfristig abzusichern, baut BYD seine Produktionspräsenz außerhalb Chinas aus. In Malaysia entsteht ein Montagewerk in Tanjung Malim, das primär für den Export ausgelegt ist — lokale Verkäufe sind auf 10.000 Einheiten jährlich begrenzt. Parallel dazu soll das firmeneigene Schnellladenetz, das aktuell 5.000 Stationen in 297 chinesischen Städten umfasst, bis Ende 2026 auf 20.000 Standorte wachsen und ab 2027 auch internationale Märkte erreichen.
Der geopolitische Rahmen bleibt herausfordernd: In der EU kommen auf die regulären zehn Prozent Importzoll weitere 17 Prozent Anti-Subventionszölle hinzu, der US-Markt ist mit 100 Prozent Zöllen faktisch verschlossen. In Kanada arbeitet BYD am Aufbau eines Händlernetzes, um ein bestehendes Zollkontingent für eine begrenzte Anzahl importierter Fahrzeuge zu nutzen.
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