Broadcom startet mit Rückenwind in das Jahr 2026. Die US-Bank J.P. Morgan hat den Chiphersteller zum „Top Pick“ gekürt und stellt massive Umsätze im KI-Bereich in Aussicht. Während die Aktie von der guten Stimmung im Sektor profitiert, bleiben Zweifel an der hohen Bewertung jedoch bestehen.

Milliarden-Prognose für das KI-Geschäft

Der Haupttreiber für den aktuellen Optimismus ist eine neue Analyse von J.P. Morgan. Analyst Harlan Sur sieht Broadcoms Dominanz bei maßgeschneiderten KI-Chips (ASICs) als zentralen Wachstumstreiber für das neue Jahr und bestätigte seine Kaufempfehlung.

Die Prognose ist ambitioniert: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Bank KI-bezogene Umsätze zwischen 55 und 60 Milliarden US-Dollar. Fundament dafür sind fest etablierte Partnerschaften mit Tech-Giganten wie Alphabet (Google) und Meta. Zudem konnte Broadcom kürzlich einen wichtigen Deal mit OpenAI sichern, was die Auftragsbücher weiter füllen dürfte.

Bewertung sorgt für Diskussionen

Trotz der starken Wachstumsaussichten gibt es Gegenwind bei der Einordnung des Aktienkurses. Eine parallel veröffentlichte Analyse auf Seeking Alpha stufte den Titel auf „Hold“ herab und warnte, dass das Label „teuer“ das Risiko noch untertreibe.

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Kritiker verweisen auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das sich mittlerweile im mittleren 30er-Bereich bewegt und damit über dem historischen Durchschnitt liegt. Sollte sich das makroökonomische Umfeld eintrüben, drohe eine Korrektur der Bewertungsmultiples. Dem gegenüber steht das Vertrauen institutioneller Investoren: Unterlagen zeigen, dass etwa 1900 Wealth Management seine Anteile im dritten Quartal um fast 60 Prozent aufgestockt hat.

Sektor im Aufwind

Aktuell profitiert Broadcom nicht nur von der eigenen News-Lage, sondern auch von einer allgemeinen Rotation zurück in Hardware-Werte. Der Halbleitersektor zeigt sich zum Jahresauftakt in Kauflaune:

  • Micron Technology: Ein Analysten-Upgrade und starke Preisprognosen sorgten für deutliche Kursgewinne.
  • ASML: Die Aktie legte nach einer Kaufempfehlung von Aletheia Capital spürbar zu.
  • TSMC: Der Auftragsfertiger erreichte dank Expansionsplänen neue Höchststände.

Im Gegensatz zu Nvidia, das den GPU-Markt dominiert, punktet Broadcom hier mit seiner Spezialisierung auf Netzwerke und kundenspezifische Beschleuniger-Chips. Dies bestätigten auch die jüngsten Quartalszahlen mit einem Umsatzsprung von 28 Prozent.

Blick auf die Charttechnik

Für den weiteren Kursverlauf dürften die Investitionsausgaben (Capex) der Hyperscaler entscheidend sein, die laut Goldman Sachs 527 Milliarden US-Dollar erreichen könnten. Technisch kämpft die Aktie aktuell mit der psychologisch wichtigen Marke von 350 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg in Richtung des durchschnittlichen Analysten-Kursziels von rund 420 US-Dollar ebnen, während bei Schwäche eine Unterstützung im Bereich von 315 bis 320 US-Dollar getestet werden könnte.

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