Der Nahostkonflikt versetzt die Energiemärkte in Aufruhr. Seit dem Amtsantritt von Irans neuem Obersten Führer Mojtaba Khamenei schwinden die Hoffnungen auf eine rasche Deeskalation – mit unmittelbaren Folgen für den Ölpreis.

Hormuz-Blockade treibt Brent über 100 Dollar

Die Straße von Hormuz ist de facto gesperrt. Durch diesen schmalen Seeweg fließt normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen. Seit mehr als einer Woche können Tanker die Route nicht mehr passieren – Produzenten stoppen die Förderung, weil die Lagerkapazitäten erschöpft sind.

Saudi-Arabien hat zuletzt die Produktion an zwei Ölfeldern gedrosselt. Irak und Kuwait hatten bereits zuvor ihre Fördermengen zurückgefahren. Das Ergebnis: Brent Crude schoss zeitweise auf bis zu 119,50 Dollar pro Barrel – das wäre der größte Tagesanstieg in der Geschichte gewesen. Im regulären Handel schloss der Preis rund 8,4 Prozent höher bei 100,54 Dollar, dem höchsten Stand seit 2022.

Irans neue Führung zeigt keine Kompromissbereitschaft

Khameneis Sohn Mojtaba, ein 56-jähriger schiitischer Geistlicher mit enger Verbindung zu den Revolutionsgarden, hat die Loyalität des gesamten Sicherheitsapparats hinter sich versammelt. Irans Revolutionsgarden drohten unmissverständlich: Sollten die Angriffe der USA und Israels fortgesetzt werden, werde kein einziger Liter Öl die Region verlassen.

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Trump seinerseits drohte mit noch schärferen Angriffen, sollte Iran die Tankerpassagen blockieren, und stellte gleichzeitig ein rasches Kriegsende in Aussicht. Diese widersprüchlichen Signale ließen die Märkte zwischen Hoffnung und Panik pendeln.

Entspannungssignale – vorerst ohne Wirkung

Nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten kündigte Trump an, Ölsanktionen für „einige Länder" zu lockern. Das könnte unter anderem auf eine Ausweitung russischer Ölexporte hinauslaufen. Auch eine mögliche Freigabe strategischer Reserven steht im Raum.

An den Aktienmärkten in Asien, Europa und an der Wall Street löste die Energiekrise gestern massive Verkaufswellen aus. Anleiherenditen stiegen, weil Investoren darauf wetten, dass Notenbanken auf steigende Inflationserwartungen mit Zinserhöhungen reagieren könnten – ein Szenario, das Erinnerungen an den Ölpreisschock der 1970er weckt.

Solange die Straße von Hormuz gesperrt bleibt und Irans neue Führung keine Verhandlungsbereitschaft zeigt, dürfte der Druck auf den Ölpreis anhalten. Ein Brent-Kurs dauerhaft jenseits der 100-Dollar-Marke wäre für die globale Wirtschaft ein erheblicher Belastungsfaktor – mit weitreichenden Folgen weit über die Energiemärkte hinaus.

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