Die Stadt Braunschweig startet eine neue Freiwilligen-Initiative, um älteren Menschen den digitalen Alltag zu erleichtern. Ab April werden Helfer gesucht und geschult, die Senioren im Umgang mit Smartphones, Online-Banking und Behördendiensten unterstützen.

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Digitale Teilhabe als Schlüssel gegen Vereinsamung

Der Alltag wird digitaler – doch für viele Seniorinnen und Senioren bedeutet das oft Überforderung und Ausschluss. Die Stadt Braunschweig reagiert jetzt mit einem konkreten Angebot: Ab dem 14. April sucht sie Freiwillige, die als digitale Lotsen älteren Bürgerinnen und Bürgern zur Seite stehen sollen. Das Programm wird vom städtischen Seniorenbüro und der Volkshochschule (VHS) organisiert.

„Es geht nicht nur um Technik, sondern um soziale Teilhabe“, betont die Verwaltung. Viele Ältere scheuten sich vor Online-Banking, digitalen Arztterminen oder Videoanrufen mit der Familie aus Angst, etwas falsch zu machen oder Betrügern in die Falle zu gehen. Die geschulten Freiwilligen sollen diese Ängste abbauen und praktische Hilfe im digitalen Alltag leisten.

Ausbildung für geduldige Alltags-Experten

Interessierte müssen keine IT-Profis sein. Viel wichtiger sind Geduld, Einfühlungsvermögen und die Freude am Erklären. Die VHS bietet dafür ein maßgeschneidertes Schulungsprogramm an. Die angehenden digitalen Lotsen lernen darin nicht nur die Bedienung gängiger Geräte und Apps kennen, sondern auch, wie man komplexe Themen einfach vermittelt.

Ein besonderer Fokus liegt auf Datensicherheit und Privatsphäre. Die Freiwilligen sollen Senioren auch für Risiken im Netz sensibilisieren können. Nach der Grundausbildung sind regelmäßige Treffen geplant, bei denen die Helfer Erfahrungen austauschen und sich weiterbilden können.

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Info-Veranstaltung in der Alten Waage

Wer mitmachen möchte, kann sich am Dienstag, 14. April 2026, um 16:30 Uhr in der Alten Waage (Alte Waage 15, im „Speicher“) informieren. Das Seniorenbüro und die VHS stellen das Projekt dort im Detail vor. Auch aktuelle digitale Lotsen werden von ihren Erfahrungen berichten.

Die Freiwilligen können später flexibel eingesetzt werden: bei Einzelterminen zu Hause, in Gruppenkursen in Stadtteiltreffs oder während der digitalen Sprechstunde im Seniorenbüro. Gesucht werden Menschen jeden Alters – von Studierenden über Berufstätige bis hin zu technikaffinen Senioren, die ihren Altersgenossen helfen wollen.

Digitale Spaltung verhindern

Die Braunschweiger Initiative ist Teil eines bundesweiten Trends. Projekte wie „Digital-Lotsen“ zeigen, dass persönliche, niedrigschwellige Hilfe oft der effektivste Weg ist, um Ältere zu erreichen. Experten sehen digitale Kompetenz inzwischen als eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.

Ohne sie droht eine „Zweiklassengesellschaft“, in der der Zugang zu Informationen, Kultur und Dienstleistungen vom digitalen Wissen abhängt. Braunschweig baut mit dem Projekt auf bestehende Angebote wie „Gemeinsam digital“ mit Studierenden der TU auf und vernetzt sie zu einem umfassenden Ökosystem der digitalen Hilfe.

Das langfristige Ziel ist ein festes Netzwerk von digitalen Lotsen, das sich auch an künftige technologische Entwicklungen anpassen kann. Die Stadt will so sicherstellen, dass alle Generationen in Braunschweig selbstbewusst und sicher in der digitalen Welt unterwegs sein können.