Der erste Arbeitstag von Meg O'Neill als neue BP-Chefin fiel nicht gerade üppig aus — zumindest aus Kursperspektive. Die Aktie gab heute rund 1,6 Prozent nach, belastet vom sinkenden Ölpreis. Brent-Rohöl rutschte auf knapp 103 Dollar, nachdem Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs die Märkte erfassten.

Neues Gesicht, bekannter Kurs

O'Neill tritt ihr Amt als erste Frau an der Spitze eines der fünf größten Ölkonzerne der Welt an — und als erste externe Besetzung dieser Rolle seit über einem Jahrhundert. Die frühere Woodside- und ExxonMobil-Managerin übernimmt ein Unternehmen, das sich seit einem Jahr konsequent aus dem Erneuerbaren-Sektor zurückzieht und wieder auf fossile Brennstoffe setzt.

Ihre Botschaft an die Belegschaft war klar: Verlässlichkeit und Tempo. Sie wolle Leistung beschleunigen, ohne die strategische Linie zu verändern. Das dürfte vor allem Aktivist-Investor Elliott Investment Management gefallen, der als einer der größten Anteilseigner seit Monaten auf tiefgreifende Umstrukturierungen drängt.

Schulden runter, Dividende auf Eis

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Konkret hat BP bereits Milliarden aus geplanten Grünenergie-Projekten gestrichen, Vermögensverkäufe von 20 Milliarden Dollar bis 2027 angekündigt und die Nettoverschuldung von 26 auf 22 Milliarden Dollar gedrückt — mit einem Zielkorridor von 14 bis 18 Milliarden Dollar. Die Aktienrückkäufe bleiben vorerst ausgesetzt, solange der Fokus auf Schuldenabbau und Neuausrichtung liegt.

O'Neill erbt also ein Unternehmen im Umbau, unter Druck von Aktivisten und mit einem neuen Aufsichtsratschef Albert Manifold, der den Vorstand bereits verschlankt hat. Weniger Direktoren, schnellere Entscheidungen — so lautet die Formel.

Der fallende Ölpreis bleibt dabei das schwierigste externe Risiko. Sollte die geopolitische Entspannung im Nahen Osten anhalten, könnte der Rückenwind aus hohen Energiepreisen, der BP zuletzt gestützt hat, merklich nachlassen.

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